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Jahrestag des Dortmunder NSU-Terrors: Gruppen wollen Zeichen gegen Rassismus und Rechtsextremismus setzen

Der Bezent und zahlreiche andere Organisationen laden zum Gedenken an NSU-Opfer Mehmet Kubasik ein. Foto: Alex Völkel

Der Verein Bezent und zahlreiche andere Organisationen laden zum Gedenken an NSU-Opfer Mehmet Kubasik ein.

Am 4. April jährt sich der Tag der Ermordung von Mehmet Kubasik zum achten Mal. Die neofaschistischen Mörder des Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) haben den türkischen Kioskbesitzer in der Nordstadt in seinem Laden in der Mallinckrodtstraße ermordet.

Gedenken vor dem ehemaligen Laden des NSU-Opfers in der Nordstadt

Am 4. April 2006 wurde Mehmet Kubasik in seinem Kiosk in der Mallinckrodtstraße ermordet. Archivfoto: Alex Völkel

Der Tatort in der Mallinckrodtstraße 190 im April 2006. Fotos: Alex Völkel

Der Bezent e.V. lädt daher in Kooperation mit weiteren Vereinen und Institutionen am Freitag, den 4. April, um 17 Uhr zum Gedenkstein vor dem ehemaligen Ladenlokal in der Malinckrodtstr. 190 ein.

Anschließend gibt es vor der Auslandsgesellschaft NRW den 2. Tag der Solidarität in Dortmund und des Gedenkens an die Nazi-Opfer. Die Veranstaltung findet dann am im vergangenen Sommer eingeweihten Mahnmal für die Opfer des NSU-Terrors statt.

Zahlreiche Gruppen unterstützen die Aktion

Die Auslandsgesellschaft NRW, der DGB, der Planerladen, das Bündnis gegen Rechts, der Verbund der sozial-kulturellen Migrantenorganisationen und weitere Gruppen und Parteien unterstützen den Gedenktag und rufen zur Teilnahme auf. Ziel sei es, „für ein gemeinsames Leben zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund“ einzutreten, um „Vorurteile abzubauen, die Kräfte zu bündeln und ein gesellschaftliches Bewusstsein gegen Rassismus zu fördern“.

Mehmet Kubasik und Thomas „Schmuddel“ Schulz – zwei Dortmunder Neonazi-Opfer

Antifa-Gedenkaktion

Ein Stein der Bezirksvertretung erinnert an die Ermordung von Mehmet Kubasik durch den NSU.

Denn Kubasik ist nicht das einzige Opfer von Neonazis. Bereits am Freitag gedachten Antifaschisten der Ermordung von Thomas „Schmuddel“ Schulz. Er wurde von einem Neonazi in der U-Bahn-Station Kampstraße niedergestochen und starb.

Die rechte Szene sei in Dortmund gut vernetzt und schaffe es – aktuell unter dem Schutz des Parteienstatus – die Schwächen und Lücken im deutschen Rechtsstaat auszunutzen, betont Mersal Mersin.

„Wir rufen alle Menschen dazu auf, gegen Rassismus und Diskriminierung und für eine gemeinsame Zukunft einzutreten“, so das DIDF-Mitgliedweiter. „Nur gemeinsam sind wir stark!“

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