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ImkerInnen im Nordosten sind auf der Suche nach Flächen für Bienenweiden – Das Geld für das Vorhaben ist vorhanden

Für Bienen gibt es immer weniger Flächen. In Scharnhorst soll sich das ändern.

Für die Bienenzucht gibt es immer weniger Flächen. In Scharnhorst soll sich das ändern. Fotos: Oliver Schaper

Von Susanne Schulte

Während die Bienen ihre Winterpause machen, sind die ImkerInnen und viele, denen das Wohlergehen der Tiere und der Natur ein echtes Anliegen ist, sehr aktiv. Sie suchen nach Flächen, die mit den Blumen bepflanzt werden sollen, aus denen die Bienen den Nektar sammeln können. Noch in diesem Jahr, davon geht Siegfried Rinke, 2. Vorsitzender des Imkervereins Husen-Kurl aus, wird eine Bienenweide im Stadtbezirk Scharnhorst ausgesät.

Zum ersten Treffen kamen mehr als 40 TeilnehmerInnen aus Naturschutzvereinen und Politik

Das Geld dafür, 20.000 Euro, hat die Bezirksvertretung zugesagt. Jetzt fehlen die Fläche und die Leute, die sie zuverlässig pflegen.

Bei einem ersten Treffen im Dezember, zu dem die SPD Scharnhorst eingeladen hatte, sammelten mehr als 40 Frauen und Männer Ideen. Neben den ImkerInnen aus Kurl, Aplerbeck und Derne waren auch die Bezirksbürgermeister aus Scharnhorst und Brackel dabei, Heinz Pasterny und Karl-Heinz Czierpka, VertreterInnen des Tiefbauamts, des NABU, des Regionalverbands, des Naturlehrpfads Alte Körne, der Albert-Einstein-Schule und der Paul-Dohrmann-Schule sowie Landwirte aus der Umgebung.

Als erste Flächen im Gespräch sind eine ein Hektar große Wiese zwischen MSA-Siedlung und der Firma Sobbe, die an das Biotop in Scharnhorst angrenzt, das Gelände um die Gräfte am Haus Wenige in Lanstrop sowie die Fläche der ehemaligen Zentralwerkstatt der Zeche Gneisenau und die, die an die Gneisenau-Allee anschließt.

Imkerverein Husen-Kurl hat zwei ausgebildete Bienenweiden-Fachleute in seinen Reihen

Gut besucht war der Runde Tisch zum Thema Bienenwiese in Scharnhorst.

Gut besucht war der erste Runde Tisch zur Schaffung einer offiziellen Bienenweide in Scharnhorst.

Rita Breker-Kremer, wie Rinke Mitglied im Imkerverein Husen-Kurl, machte zusammen mit ihrem Vereinskollegen im letzten Sommer die Ausbildung zur Bienenweide-Fachberaterin. Sie berichtete von der Bienenweide, die am Emscherquellhof in Holzwickede angelegt wurde.

Die Arbeit ist nicht wenig, aber auch nicht so viel, dass es in Scharnhorst nicht auch möglich wäre. Zuerst, so Rinke im Gespräch mit den Nordstadtbloggern, muss der Boden abgemagert werden. Das heißt: Alle Pflanzen, die nicht auf eine Bienenweide gehören, müssen raus, dann wird Sand untergehoben und das Saatgut fachgerecht untergehoben.

Zweimal im Jahr muss eine Bienenweide gemäht werden. Landwirte und andere Grundstücksbesitzer, die ihre Flächen zur Verfügung stellen, können Ausgleichszahlungen vom Land erhalten.

Auch Wiesen an Schulen oder auf Friedhöfen sind als kleinere Weiden im Gespräch

Die TeilnehmerInnen der Veranstaltung hatten einige Bedenken wegen der Folgekosten der Pflege und wegen der Eignung des Schnittguts als Futter für Rinder und Pferde. Auch die Verantwortlichkeit der Pflege ist noch nicht geklärt. Vorschläge aus der Runde waren, womöglich mit kleineren Flächen anzufangen, gerne auch an Schulen. Bis zum 21. Februar machen sich nun alle Gedanken, wo und in welchem Umfang es los gehen könnte.

Eine Fläche an einer Schule sei genauso gut wie eine auf einem Friedhof. Hier machen sich die beiden Bezirksbürgermeister auf die Suche. Das nächste Treffen beginnt um 19 Uhr wieder in der Gaststätte „Am Brunnen“ an der Gleiwitzstraße in Scharnhorst. Weitere InteressentInnen sind willkommene Gäste.

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