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„Hamlet – Sein oder Nichtsein“: William Shakespeares Tragödie hat als Jugend-Oper Premiere im KJT in Dortmund

„Hamlet - Sein oder Nichtsein“ hat als Jugend-Oper Premiere im KJT

„Hamlet – Sein oder Nichtsein“ hat als Jugend-Oper Premiere im KJT. Fotos: Theater Dortmund

Von Joachim vom Brocke

Bearbeitungen von Opernvorlagen sind für das Kinder- und Jugendtheater längst nicht neu. Drei gab es inzwischen auf der Bühne an der Sckellstraße: Der fliegende Holländer, Carmen, Snewitte. Jetzt steht ein großer Klassiker auf dem Spielplan: „Hamlet – Sein oder Nichtsein“.

Shakespeares Stück liefert Stoff für Koproduktion von KJT und der Jungen Oper

„Hamlet - Sein oder Nichtsein“ hat als Jugend-Oper Premiere im KJTWilliam Shakespeares Tragödie lieferte den Stoff für die Koproduktion von KJT und der Jungen Oper. Premiere ist am Donnerstag, 23. Februar, um 19.30 Uhr.

„Wir haben uns in das Wagnis hineingestürzt“, meinte KJT-Direktor Andreas Gruhn mit viel Optimismus. Für das Theater steht eine Mammutaufgabe bevor: „Insgesamt 30 Leute wirken auf der Bühne mit. Das haben wir hier eher sehr, sehr selten“.

André Meyer, der das Libretto geschrieben hat, erzählt den Hamlet-Stoff aus der Perspektive eines vaterlosen Jungen. Hamlet fühlt sich nach dem frühen Tod des Vaters und der erneuten Heirat seiner Mutter alleingelassen und verraten.

In seiner Fantasie erscheint ihm der Geist seines Vaters und befiehlt, seinen Tod an dem Stiefvater zu rächen. Der junge Prinz gerät in ein Gefühlschaos – die Stimmen in seinem Kopf, seiner Liebe zu Ophelia, die neue Situation am Hof überfordern den pubertierenden Jungen und, so verriet Regisseur Ronny Jakubaschk, „mündet letztlich in einen Amoklauf“.

Enge Räume: Die Handlung rückt den ZuschaueInnen quasi auf den Schoß

Bringen Hamlet als Jugend-Oper auf die Bühne: Librettist André Meyer, Kapellmeister Ingo Martin Stadtmüller, Komponist Timo Jouko Herrmann, Regisseur Ronny Jakubaschk. Foto: Joachim vom Brocke

Librettist André Meyer, Kapellmeister Ingo Martin Stadtmüller,Komponist Timo Jouko Herrmann, Regisseur Ronny Jakubaschk. Foto: J.v.Brocke

Jakubaschk hat bereits drei Inszenierungen für die Junge Oper in Dortmund auf die Bühne gebracht. Bei Hamlet ist sich der Regisseur sicher, dass im eher kleinen Kinder- und Jugendtheater die „Handlung den Zuschauern auf den Schoß rückt“.

Die Musik komponierte Timo Jouko Herrmann, der für die Inszenierung die Mittel des klassischen Musiktheaters nutzt. Die Gedanken des jungen Hamlet werden in musikdramatischen Formen umgesetzt, während die Ausdrucksweise der Erwachsenen das gesprochene, ernste, gewichtige Wort ist.

Mit unterschiedlichen musikalischen und sprachlichen Mitteln will Timo Jouko Herrmann die Besucher mit in die Formen des modernen Musiktheaters mitnehmen.

Mit insgesamt 17 Musikern vom Philharmonischen Orchester (Streicher, Schlagwerk) und acht Mitgliedern des Opernchores ist Ingo Martin Stadtmüller in der knapp 70 Minuten dauernden Aufführung dabei.

Premiere ausverkauft – bisher sind acht Vorstellungen der Inszenierung vorgesehen

„Hamlet - Sein oder Nichtsein“ hat als Jugend-Oper Premiere im KJTDer Kapellmeister ist künstlerischer Leiter der Jungen Oper am Theater Dortmund.

Als Schauspieler und Sänger stehen der belgische Bariton Fabio Lesuisse, die Koloratursopranistin Anna Lucia Struck, Andreas Ksienzyk, Rainer Kleinespiel und Bettina Zobel auf der Bühne.

Die Premiere am 23. Februar ist ausverkauft (eventuell noch Restkarten), für die weiteren sieben vorgesehenen Vorstellungen gibt es Tickets zum Preis von 6 bis 11 Euro.

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