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Gute Nachricht: Das drohende Aus für die Schulsozialarbeit ist vorerst vom Tisch – 95 Stellen in Dortmund sind gesichert

Die Schulsozialarbeit ist auch weiterhin gesichert - für 95 Stellen lief die Finanzierung nur bis nächsten Sommer. Archivfotos: Alex Völkel

Die Schulsozialarbeit soll auch nach dem Sommer 2018 weitergehen. Archivfotos: Alex Völkel

Das drohende Aus für 1800 SchulsozialarbeiterInnen in NRW ist vorerst vom Tisch. Die Finanzierung der Schulsozialarbeit ist bis zum Jahr 2021 gesichert, bestätigt die neue NRW-Landesregierung auf Nachfrage von nordstadtblogger.de. In Dortmund bedeutet das Sicherheit für 95 Stellen über den 31. Juli 2018 hinaus.

Trotz eigener Finanzierung sieht das Land Nordrhein-Westfalen den Bund weiterhin in der Pflicht

Viele Eltern und Politiker hatten sich für den Erhalt der Sozialarbeit eingesetzt. Foto: privat

Immer wieder hatten sich Eltern und PolitikerInnen für den Erhalt der Sozialarbeit eingesetzt. Foto: privat

Nachdem der Bund die Finanzierung der Experten für Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen  2014 eingestellt hatte, sprang das Land zu Zeiten der rot-grünen Vorgängerregierung ein: Mit je 47,7 Millionen Euro in den Jahren 2015 bis 2018.

NRW-Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann will sich nun in Berlin dafür starkmachen, dass der Bund die Finanzierung ab 2019 wieder übernimmt. Vorsorglich hat das Land jedoch schon für 2019 und 2020 eine Verpflichtungsermächtigung über jeweils 47,7 Millionen Euro vorgesehen. In der mittelfristigen Finanzplanung sind zudem Mittel in derselben Höhe für 2021 eingeplant.

Für 2018 waren die Mittel bereits von der rot-grünen Vorgängerlandesregierung bereitgestellt worden. Aufgrund der großen Nachfrage hatte NRW die Verlängerung der Finanzierung bereits 2016 geregelt. Der Landtag war aufgrund der Wichtigkeit der Maßnahme finanziell für den Bund eingesprungen.

Die NRW-Forderung bleibt jedoch: Der Bund muss seiner verfassungsrechtlich geregelten Finanzierungsverantwortung zur sozialen Beratung leistungsberechtigter Kinder und Jugendlicher nachkommen. Deshalb wird sich die Landesregierung dafür einsetzen, dass die Finanzierung der Schulsozialarbeit wieder vom Bund übernommen wird.

Dortmund bekommt pro Jahr rund 2,66 Millionen Euro Landesmittel aus dem Programm „Soziale Arbeit an Schulen“ 

Die Verträge sind unterschrieben: Die Schulsozialarbeit in Dortmund ist bis zum 31. Juli 2018 gesichert. Foto: Alex Völkel

Im Juni 2015 wurden die Verträge unterschrieben und die Schulsozialarbeit in Dortmund bis 31. Juli 2018 gesichert.

Vom Erhalt der Finanzierung soll auch die Stadt Dortmund weiterhin profitieren: Bisher wurden pro Jahr rund 2,66 Millionen Euro Landesmittel aus dem Programm „Soziale Arbeit an Schulen“ bewilligt. Zurzeit sind 188 Schulsozialarbeiter*innen an 87 Dortmunder Schulen beschäftigt. Die Finanzierung wird bei 39 Sozialarbeiter*innen vom Land NRW sichergestellt, 50 werden von der Stadt Dortmund finanziert.

95 Sozialarbeiter*innen, die seinerzeit über das Bildungs- und Teilhabepaket eingestellt worden waren, sind vom Land NRW und vier werden über einen Bildungsträger finanziert. 16 Anbieter*innen sind ihre Anstellungsträger.

„Um Sicherheit im Arbeitsfeld sowohl für die Beschäftigten wie auch für die Schulen zu schaffen, wäre es dringend notwendig, dass das Land Nordrhein-Westfalen seine nun wiederum befristete Finanzierungszusage entfristet und damit ermöglicht, dass auf der Basis einer dauerhaften Perspektive eine fachliche und konzeptionelle Weiterentwicklung der Schulsozialarbeit als Teil der multiprofessionellen Arbeit an Schulen gewährleistet werden kann“, betonte Dortmunds Schuldezernentin Daniela Schneckenburger auf Nachfrage.

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