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Gute Chancen für Zuschüsse: Erste Fördermittel fließen in denkmalgerechte Erhaltung der Werkssiedlung Oberdorstfeld 

Die Zechensiedlung in Oberdorstfeld. Foto: Katrin Pinetzki/ Stadt Dortmund

Die Zechensiedlung in Oberdorstfeld hat viel Potenzial. Fotos: Stadt Dortmund

Im Mai 2017 hat die Stadt Dortmund den Startschuss für das Hof- und Fassadenprogramm in der Werkssiedlung Oberdorstfeld gegeben. Bis zum 31.12.2020 honorieren der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Dortmund Investitionen von Eigentümern in das denkmalgeschützte Aussehen der Siedlungshäuser und Vorgärten mit Zuschüssen aus dem Programm der Städtebauförderung.

Erste Fördermittel werden in der Werkssiedlung Oberdorstfeld „verbaut“

Bezirksbürgermeister Friedrich Fuß (2.v.l.) überreicht Denkmaleigentümer Michael Nagy (ganz links) zum Beginn seiner Sanierungsarbeiten eine Motivtasse mit einem Bild der Werkssiedlung Oberdorstfeld. Foto: Stadt Dortmund

Bezirksbürgermeister Friedrich Fuß (2.v.l.) überreicht Michael Nagy (li.) zum Beginn seiner Sanierung eine Motivtasse mit einem Bild der Werkssiedlung.

Seit dieser Woche  werden die ersten Fördermittel in der Wittener Straße „verbaut“: Die Zuwegung im denkmalgeschützten Vorgarten von Haus Nr. 166 wird mit rotem Ziegelpflaster nach historischem Bestand erneuert. Bisher bestehen zwischen der Stadt Dortmund und Eigentümern zehn Vereinbarungen über Investitionen von insgesamt rund 63 000 Euro.

Diese denkmalgerechten Maßnahmen werden mit rund 27 000 Euro Fördermitteln bezuschusst. Bis zum 31.12.2020 stehen damit noch 90 Prozent des gesamten Fördervolumens von 290000 Euro für private Denkmaleigentümer zur Verfügung, um bauliche Maßnahmen zum Erhalt und zur gestalterischen Aufwertung des historischen Erscheinungsbildes zu fördern.

Die Chancen auf einen Zuschuss stehen also noch gut. Gefördert wird auch der Rückbau von gestalterischen Schwachstellen, zum Beispiel aus der Zeit, als die Siedlung noch nicht unter Schutz gestellt war.

Stadtverwaltung und Bezirksvertretungen danken den Denkmaleigentümern

Denkmaleigentümer Michael Nagy (2.v.l.) mit Svenja Schrickel, Leiterin der Denkmalbehörde (links), Stephan Boom, Stadtplanungs- und Bauordnungsamt und Silvia Voss, Amt für Wohnen und Stadterneuerung beim Beginn der Bauarbeiten vor seinem Haus in der Werkssiedlung Oberdorstfeld. Foto: Stadt Dortmund

Eigentümer Michael Nagy (2.v.l.) mit Svenja Schrickel (li.), Stephan Boom (2.v.r.)) und Silvia Voss,(re.) beim Beginn der Bauarbeiten.

Friedrich Fuß, Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Innenstadt-West, und Svenja Schrickel, Leiterin der Dortmunder Denkmalbehörde, danken dem Bauherrn der ersten Fördermaßnahme – stellvertretend für alle bisherigen Antragsteller – für sein Engagement und die Investition in den denkmalgerechten Erhalt der Siedlung.

Als zusätzliches Dankeschön überreicht der Bezirksbürgermeister dem Denkmaleigentümer eine von der Künstlerin Bettina Brökelschen gestaltete Tasse mit Dorstfelder Motiven – darunter unverkennbar die Werkssiedlung Oberdorstfeld.

Die Bezirksvertretung Innenstadt-West spendiert allen Fördernehmern eine unverkäufliche Dorstfeld-Tasse des Stadtbezirksmarketings. Diese werden nach Abschluss der Maßnahmen von der Denkmalbehörde übergeben.

Förderprogramm Werkssiedlung Oberdorstfeld

  • Das Hof- und Fassadenprogramm für die Werkssiedlung Oberdorstfeld wird gemeinsam vom Stadtplanungs- und Bauordnungsamt und dem Amt für Wohnen und Stadterneuerung betreut.
  • Erste Ansprechpartnerin ist die Denkmalbehörde am Burgwall 14 in Dortmund. Kontakt per Mail an denkmalbehoerde@dortmund.de
  • Das Antragsformular, Info-Flyer und weiterführende Informationen zum Hof- und Fassadenprogramm stehen auch im Internet bereit unter: www.werkssiedlung-oberdorstfeld.dortmund.de

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  1. Stadt Dortmund Beitrags Autor

    Fine Frau und Lange Fuhr: Spaziergang durch die Werkssiedlung Oberdorstfeld

    Seit 1993 ist sie offiziell ein Denkmal: die Werkssiedlung Oberdorstfeld. Sie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts nach dem Vorbild einer Gartenstadt vom Essener Architekten Oskar Schwer entworfen und ab 1913 von der Gewerkschaft Dorstfeld, der Eigentümerin der Zeche Dorstfeld, errichtet.

    Einen Spaziergang durch die historische Siedlung bietet nun die Stabsstelle Kunst im öffentlichen Raum: Am Sonntag, 10. Dezember, 14 Uhr führt Peter Fuchs durch Oberdorstfeld. Sie erzählen von den Wohn- und Lebensverhältnissen der Bergarbeiter, die sich in der Anlage der Siedlung widerspiegelt, und von den Herausforderungen, das historische Erscheinungsbild der Siedlung zu erhalten. Los geht der 1,5-stündige Spaziergang an der Gaststätte „Hicc Up“ an der Wittener Straße 205.

    Der Rundgang kostet sechs Euro, ermäßigt drei Euro. Tickets gibt es an der Kasse des Museums für Kunst und Kulturgeschichte, Hansastraße 3, Telefon (0231) 50-25525. Gäste von außerhalb erhalten eine Rechnung.

    Die Dortmunder Spaziergänge zur Kunst im öffentlichen Raum können auch separat gebucht werden, zum Beispiel für eine Geburtstagsfeier, einen Betriebsausflug oder für externe Gästegruppen. Infos unter Telefon (0231) 50- 24876.

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