Nordstadtblogger

Gestaltungswettbewerb in der Nordstadt: Die Mauer muss nicht weg – sie muss nur schöner werden!

Gestaltungswettbewerb für Kraftwerks-Mauer an der Weißenburger Straße gestartet

Ein Gestaltungswettbewerb für die Kraftwerks-Mauer an der Weißenburger Straße hat begonnen.

Von Joachim vom Brocke

Schöner und farbiger gestaltet werden soll ein viel befahrenes Einfahrtstor in die Nordstadt: die stark frequentierte Weißenburger Straße in Richtung Borsigplatz. Objekt ist die über 200 Meter lange Industriemauer entlang des Heizkraftwerks von RWE. Der tristen Mauer möchte die KulturMeileNordstadt durch kreative Gestaltung ein neues, attraktives, abwechslungsreiches sowie einladendes Gesicht verleihen.

Besseres Erscheinungsbild soll zur Aufwertung der Nordstadt beitragen

Gestaltungswettbewerb für Kraftwerks-Mauer an der Weißenburger Straße gestartet.

Gestaltungswettbewerb für Kraftwerks-Mauer an der Weißenburger Straße gestartet.

Künstler aus der Nordstadt und darüber hinaus sind zur Teilnahme eingeladen. An die Farbtöpfe (oder Sprühflaschen) gehen soll es in den Osterferien 2015.

RWE und Sponsoren sicherten der KulturMeileNordstadt Unterstützung zu. Kraftwerksleiter Hans Dieter Ritter freut sich über die künftige „Aufwertung des Erscheinungsbildes“ und die damit einhergehende „Imageverbesserung für die Nordstadt“.

Ebenso die Sponsoren – Franz Stengert (Stiftung Soziale Stadt und Grünbau eGmbH), Marco Rühmann (BVB-Stiftung Leuchte auf) sowie Iris Kosumi und Jeanette Bludau (Sparkasse Dortmund) – bekräftigten ihre individuellen Hilfen.

Das Projektteam (Annette Kritzler und Almut Rybarsch-Tarry von KulturMeileNordstadt sowie Lydia Albers, Quartiermanagement Nordstadt) haben bereits im Oktober 2013 Kontakt mit RWE über die Mauergestaltung aufgenommen. Es zog sich zunächst durch die Konzern-Instanzen, bis es letztlich grünes Licht dafür gab.

Bezirksbürgermeister Dr. Ludwig Jörder nannte die Idee „eine tolle Sache“ für die Nordstadt und freut sich schon jetzt über einen „spannenden Entwicklungsprozess“.

 Künstlerszene in der Nordstadt wird eine Pionierfunktion zugeschrieben

Gestaltungswettbewerb für Kraftwerks-Mauer an der Weißenburger Straße gestartet.

66 Künstler können sich beteiligen..

Pionierfunktion wird der Künstlerszene in der Nordstadt zugeschrieben. Einem Quartier, das sich im Wandel befindet und durch die Umsetzung künstlerischer Ideen einen Beitrag zum neuen Profil leisten zu können. Ziel für das Projektteam ist es, eine andere Wahrnehmung im öffentlichen Raum herbeizuführen.

Annette Kritzler: „Darüber hinaus biete das Projekt die Möglichkeit der Partizipation, eine Bürgerbeteiligung, die Identität schafft“. Angelegt als Wettbewerb sollen die drei schönsten Mauerbilder prämiert werden.

 Vier Motive werden den interessierten Künstlern, bedingt durch die Industrieanlage Kraftwerk, vorgegeben: Energie, Natur und Umwelt, Verkehr und Großstadtdschungel.

Das bietet genügend Spielraum für die Motivsuche. Davon verspricht sich das Projektteam eine hohe Akzeptanz bei der Bewohnerschaft und – so Annette Kritzler – „kommen wir dem Prinzip der Partizipation und Anwohnerbeteiligung – eine lange Tradition in der Nordstadt – nach.

 Ab den Osterferien 2015 werden die vorbereitenden Arbeiten an der Mauer beginnen

Gestaltungswettbewerb für Kraftwerks-Mauer an der Weißenburger Straße gestartet

Die Aktion an der Kraftwerks-Mauer soll zu einer Aufwertung des Viertels beitragen.

So geht es im nächsten Jahr an die Arbeit: die insgesamt 66 Mauerabschnitte an der Weißenburger Straße werden in den Osterferien 2015 von der Firma Grünbau für die Kunstaktion vorbereitet. An zwei darauffolgenden Wochenenden soll die Umsetzung stattfinden.

Der Beteiligungsprozess, der in Form eines Wettbewerbs durchgeführt wird, sieht sowohl Nordstadt-Künstler, aber ebenso auch stadtweite und  gegebenenfalls überregionale Künstler vor.

Nach Möglichkeit sollen es 66 Künstler sein, um eine große Bandbreite an Motiven zu erzeugen. Außerdem sollen Schulen aus dem Viertel mit ins Boot geholt werden. Entwurfsskizzen im Format DIN A 4 sollten der Anmeldung beigefügt werden. Abschließend befindet eine Jury über die Umsetzung und kürt den 1. (500 Euro), 2. (200 Euro) und 3. (100 Euro) Sieger.

 

Mehr Informationen zur Teilnahme für Künstler: 

  •  Die Schirmherrschaft über das „Streetart Mauerprojekt“ hat Oberbürgermeister Ullrich Sierau übernommen.
  • Das Objekt (etwa 250 Meter Mauer) ist durch Abgrenzungen (Mauervorsprünge und aufgemalte Absätze) in 66 Abschnitte geteilt.
  • Nach den Osterferien 2015, voraussichtlich an zwei Wochenenden (Samstag/Sonntag, 18. und 19. April und Samstag/Sonntag 25. und 26. April) soll die Umsetzung zur Flächengestaltung stattfinden.
  • Für die zu verwendenden Farben steht ein Betrag von maximal 150 Euro (je nach Mauerabschnittsgröße) zur Verfügung. Gegen Vorlage der Quittungsbelege werden die Materialkosten rückwirkend erstattet.
  • Einsendeschluss für die Vorschläge ist der 15. Februar 2015
  • Entwürfe und Anmeldungen an Almut Rybarsch-Tarry, Osterlandwehr 35, 44145 Dortmund, eMail: almut.rybarsch@dokom.net
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Ein Gedanke zu “Gestaltungswettbewerb in der Nordstadt: Die Mauer muss nicht weg – sie muss nur schöner werden!

  1. Kulturmeile Nordstadt

    KulturMeile Nordstadt informiert über Kunstprojekte

    Zwei große Kunstprojekte stehen bei dem ersten Treffen den KulturMeileNordstadt-Mitglieder im besonderen Fokus:

    Am Dienstag, 24. Februar, gibt es um 19 Uhr im Wichernhaus, Stollenstr. 36 aktuelle Informationen und Nachfragemöglichkeiten zu dem Mauerprojekt Weißenburger Straße sowie den Offene Nordstadt-Ateliers 2015. Bei beiden Veranstaltungen besteht noch die Möglichkeit für eine Teilnahme.

    Auch die informativen Plakate „Nordstadt-Kultur“ und zugehörigen Broschüren können kostenlos mitgenommen werden. Gäste sind willkommen, der Eintritt frei.

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