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FOTOSTRECKE Lichterfest im Fredenbaumpark trotzte dem Regen: Abends spielte das Wetter in der Nordstadt mit

Das Lichterfest im fredenbaumpark konnte trotz des schlechten Wetters im Vorfeld stattfinden. Fotos: Roland Klecker

Das Lichterfest im Fredenbaumpark konnte trotz schlechter Vorzeichen stattfinden. Fotos: Roland Klecker

Von Roland Klecker

Manch enttäuschte Miene war beim Lichterfest im Fredenbaum zu sehen. Der Wettergott hatte es wohl nicht besonders gut gemeint mit dieser großen Veranstaltung. Tagelanger Dauerregen hatte die große Wiese im Park durchnässt, die Wege standen voller zum Teil tiefer Pfützen. Doch am Abend hatte das Wetter ein Einsehen – zumindest von oben blieb es trocken.

„Nightglow“ der Heißluftballons fiel aus – Zahlreiche Stände und Buden 

Die geplante Show der Heißluftballons, das beliebte Nachtglühen, musste leider ausfallen. Lediglich eine „Kerze“, wie die Ballonfahrer die nackte Flamme aus dem Brenner nennen, erleuchtete ab und zu das Feld.

Das Nachtglühen, musste leider ausfallen. Lediglich eine „Kerze“ erleuchtete ab und zu das Feld.

Allerdings zu spät für die geplante Show der Heißluftballons: Das beliebte Nachtglühen musste leider ausfallen. Lediglich eine „Kerze“, wie die Ballonfahrer die nackte Flamme aus dem Brenner nennen, erleuchtete ab und zu das Feld. „Die Wiese ist so nass, dass wir die Ballonhülle nicht auslegen können. Die würde selbst so nass und schwer werden dass wir sie nicht mehr aufblasen könnten. Sauber und trocken bekämen wir sie danach dann auch nicht“ erzählt uns Dirk Herrmann, der Pilot des Ballonteams Apano am Brenner.

Die Kleinen hatten aber trotzdem Spaß, so sie denn mit Gummistiefeln ausgerüstet waren. Allenthalben sah man Jungs und Mädchen durch die tiefen Pfützen patschen, von denen auch die Wege viele aufzuweisen hatten. Die meisten Gäste nahmen die Wetterbedingungen aber mit Humor, letztlich war jeder froh dass es zumindest nicht mehr regnete.

Zahlreiche Imbissbuden boten allerlei Leckereien von Currywurst über gebratene Champignons bis zu süßen Crepes. Das Kinderkarussel war bei den Kleinen sehr beliebt und die Großen hatten nicht nur an den Bierständen ihren Spaß. Etliche Händler boten leuchtende Accessoires und Kinderspielzeug an, was auch auf großes Interesse seitens der BesucherInnen stieß. Durch mobile Stromaggregate konnten in diesem Jahr auch um die große Wiese herum gut besuchte Stände betrieben werden.

Zum abendlichen Musikprogramm verzog sich der Regen über der Nordstadt

Die Schlagerbühne lockte wieder zahlreiche BesucherInnen an.

Die Schlagerbühne lockte wieder zahlreiche BesucherInnen an.

Das weitere Programm des Lichterfests konnte dann aber doch wie geplant ablaufen, weil sich der große Regen zum Abend verzogen hatte. Lediglich die Schlagerfans am Musikpavillon harrten schon frühzeitig noch im Regen aus, um sich beim „Schlagergarten“ von Sport Live TV die guten Plätze zu sichern und ihre Lieblingssänger auf der Musikbühne zu erleben.

Am Platanenplatz rockte die beliebte Coverband „Birdies“ unter dem Motto „Wo wir sind ist Party“. Die fünf Musiker um Sängerin Sabine Hoell (seit 2008 dabei) sind seit nun über 25 Jahren fester Bestandteil der Dortmunder Straßenfestszene.

Neu war die Bühne am Haus Schmiedingslust, wo der Dortmunder Kultsänger Micha Badura drei Stunden live ein Potpourri aus Rock-Klassikern und Songs aus seinen Frank Sinatra- und Leroy Brown-Programmen zum Besten gab. Viele Musikfreunde trotzten begeistert mit ihm der Nässe und Kälte, die Stimmung vor Ort war grandios.

Liebevolle und detailreiche Lichtgestaltung in den Baumkulissen und am See

Mit einsetzender Dunkelheit zeigte sich dann auch die liebevolle Lichtgestaltung des Parks. Rund um die große Wiese waren die Bäume in verschiedenen Farben beleuchtet, ein großes Wiesenbild aus bunten Kerzen neben dem Musikpavillon lud viele BesucherInnen zum Schauen und Verweilen ein.

Die Baumkulissen rund um den großen See wurden in diesem Jahr von riesigen Gobo-Projektoren mit bewegten Mustern verziert, während von der Pavillon-Halbinsel gegenüber dem Bootsverleih farbwechselnde Scheinwerfer große Lichtlanzen übern See und in den Himmel strahlten.

Lichterketten beleuchteten Wege und Plätze, auf denen sich zum Abend hin dann doch geschätzte 3000 Besucher tummelten. In den Bäumen fanden Lichtfiguren ihren Platz und schwimmende Feuerflöße tauchten die kleine Gewässer in fantastisches Licht.

Feuerwerk und Illumination im Fredenbaumpark war eine Gesamtkomposition

Um halb elf am Abend begann dann wie immer das große Höhenfeuerwerk, das tatsächlich diesmal gar nicht so hoch war. Recht knapp über den Bäumen abgefeuert konnte es sich so zusammen mit den Lichtinstallationen und dem Bodenfeuerwerk im eisglatt erscheinenden See spiegeln, einfach ein großartiger Anblick und ein würdiger Abschluss dieser schönen Veranstaltung.

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