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E-Bike-Festival rund um Reinoldikirche in Dortmund – BesucherInnen können Räder ausgiebig testen

50.000 BesucherInnen kamen bei der ersten Auflage - in diesem Jahr sollen es noch mehr werden. Fotos: Markus Locher

50.000 BesucherInnen kamen 2016 – jetzt sollen es noch mehr werden. Fotos: Markus Locher

Von Joachim vom Brocke

Alles dreht sich vom 7. bis 9. April um’s E-Bike. Waren vor einem Jahr rund 50 000 BesucherInnen in der City, rechnen die Veranstalter bei der zweiten Auflage mit weitaus mehr Freunden des elektrogetriebenen Zweirades. Die Veranstalter sprechen sogar vom „weltweit größten“ E-Bike Festival. Hintergrund: E-Bikes sind gefragt. Etwa drei Millionen Zweiräder mit Elektromotor rollen auf deutschen Straßen – Tendenz weiterhin stark steigend.

Vier abgesperrte Testparcours stehen für ausgiebige Testfahrten zur Verfügung

E-Bike-FestivalAn den drei April-Tagen präsentieren rund um die Reinoldikirche 134 Marken alles, was es neues gibt in punkto E-Mobilität. Insgesamt stehen vier abgesperrte Testparcours zur Verfügung, auf denen die Besucher ausgeliehene E-Bikes unter realistischen Bedingungen testen können.

Das Testkonzept macht es ganz einfach: der Besucher leiht sich sein Wunschprodukt direkt bei den Ausstellern aus (gegen Vorlage des Ausweises). Verschiedenfarbige Markierungen führen ihn dann zu den jeweiligen Strecken. Testrouten sind auf dem Alten Markt aufgebaut und am Brüderweg.

Eintritt und Testen ist für alle BesucherInnen kostenlos. Darüber hinaus gibt es einen eURBAN Testparcours. Nicht nur Sperrgitter und Flatterband, sondern auch Hindernisse, Rampen und Steilkurven warten auf Zweirad-Fans.

Fachtagung „Neue Mobilität für Bürger und Wirtschaft“ –  Lastenräder zur Warenanlieferung

Einen Tag vorher, am Donnerstag, 6. April, treffen sich Referenten aus Politik, Forschung und Wirtschaft zu einer Fachtagung unter dem Motto „Neue Mobilität für Bürger und Wirtschaft“ im Westfälischen Industrieclub am Markt.

Mit dabei die NRW-Minister Michael Groschek (Verkehr) und Johannes Remmel (Umwelt). Als besonderes Highlight bietet die Fachtagung zum Schluss einen Praxistest mit 100 E-Bikes zur Zeche Zollern.

OB Ullrich Sierau, selbst passionierter Radfahrer, freut sich sehr darüber, dass es das zweite Festival wieder in Dortmund gibt: „Das hatte vor einem Jahr schon internationalen Charakter mit vielen Besuchern auch aus dem nahen Ausland“. Doch längst nicht mehr der Freizeitwert dreht sich um das E-Bike.

So warb Wulf-Christian Ehrich, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Dortmunder IHK für den Einsatz von Cargo-Bikes, Lastenrädern, in der letzten Stufe bei der Warenanlieferung. „Das ist nicht nur eine Idee, die funktioniert“, meinte Ehrich. Er findet Unterstützung bei Lothar Schneider, dem Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW: „Cargo-Bikes bereichern die individuellen Mobilitätsoptionen“.

Freeride-Profi Bobby Root versucht einen E-Bike-Weitsprung über 20 Meter

Zwei neue Highlights kündigte Projektleiter Chris Stephan an: „Die Besucher können sich auf die M1 Airshow mit Bobby Root freuen, in der der Freeride-Profi erstmals mit einem E-Bike einen Weitsprung über 20 Meter versuchen wird“.

Geschwindigkeit-Fans sind auf der Dortmunder Niere richtig, der Urban Test Area in unmittelbarer Nähe des Westfalenparks. Der asphaltierte Rundkurs ist etwa 800 Meter lang. Hier können sich die Festivalbesucher so richtig austoben und E-Rennräder, Speed-Pedelecs oder e-unterstützte Straßenräder auf Tempo bringen.

Die MTB-Arena Deusenberg ist parallel dazu für E-Mountainbikes reserviert. Chris Stephan: „Hier warten knackige Anstiege und aufregende Abfahrten“.

Lob für die moderne Fahrradgarage am Dortmunder Hauptbahnhof

E-Bike-Festival: Freuen sich auf das größte E-Bike-Festival der Welt vom 7. bis 9. April in der City. Foto: Joachim vom Brocke

Veranstalter und Stadt freuen sich auf das größte E-Bike-Festival der Welt. Foto: Joachim vom Brocke

Bernhard Lange, Presenter des E-Bike-Festivals und geschäftsführender Gesellschafter der Paul Lange & Co. oHG, freute sich besonders über die moderne Fahrradgarage am Bahnhof: „Die gibt es selbst in Stuttgart so nicht“, meinte der schwäbische Unternehmer und sei aktuell zumindest nicht vorgesehen.

Hier gebe es für die Städte noch viel Nachholbedarf. Trotz vieler Bemühungen anderer Städte, das Festival zu bekommen, solle künftig jährlich eine Veranstaltung dieser Art in Dortmund durchgeführt werden.

Mehr Informationen:

  •  Ein Band-Contest ist am Freitag (7. April) von 18 bis 21 Uhr geplant, danach steigt eine Festivalparty im Stade.
  •  E-Bike Nightsprint auf dem eMTB-Testparcour gibt es am Samstag, mit anschließender Siegerehrung und einer Party im Zielbereich.
  •  Etwa 2200 Euro kostet im Mittelwert ein E-Bike, nach oben gibt es kaum Grenzen.
  •  www.ebike-festival.org
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