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Dortmunder Zeichner Nils Oskamp auf der German Comic Convention für „Drei Steine“ ausgezeichnet worden

Anlässlich der German Comic Convention ist erstmals der Rudolph Dirks Award verliehen worden.

Anlässlich der German Comic Convention ist erstmals der Rudolph Dirks Award verliehen worden.

Anlässlich der German Comic Convention ist erstmals der Rudolph Dirks Award verliehen worden. Mit diesem Preis möchten die Macher der Messe das europäische Pendant zum renommierten amerikanischen Eisner Award machen – er gilt als Oskar der Comic-Szene. Zu den ersten Preis-Trägern gehört der aus Dortmund stammende Comic-Zeichner Nils Oskamp.

Neuer „Comic-Oskar“ soll KünstlerInnen würdigen und motivieren

Nils Oskamp im Comic

Nils Oskamp im Comic

Der deutsche Comic-Preis, der nun immer im Dezember in Dortmund verliehen werden soll, ist nach dem deutsch-amerikanischen Comic-Pionier Rudolph Dirks benannt. Neuer Preis soll KünstlerInnen würdigen und motivieren.

Dirks, der in Norddeutschland aufwuchs und in den 1880er-Jahren mit seiner Familie nach Amerika auswanderte, schuf mit „The Katzenjammer Kids“ einen der ersten publizierten Comic-Strips überhaupt. Er gehörte außerdem zu den ersten Künstlern, die von ihren Comic-Zeichnungen leben konnten.

Nils Oskamp hat die Auszeichnung in der Kategorie Biographie für sein Werk „Drei Steine“ gewonnen. Der Comic-Zeichner und Illustrator erzählt darin, wie er Anfang der achtziger Jahre von einer Neonazi-Clique bedroht und mehrfach brutal zusammengeschlagen wurde, und wie er sich dagegen wehrte.

Oskamp hat das alles in Dortmund-Dorstfeld erlebt, dem Stadtteil, in dem der harte Kern der Neonazi-Szene auch heute noch lebt.

Preis für die biographische Auseinandersetzung mit Dortmunder Neonazis

Nils Oskamp

Nils Oskamp

Das macht den Comic so spannend: Er zeigt auf, wie tief und wie lange schon der Rechtsextremismus dort verwurzelt ist.

Der autobiographische Comic ist das Debüt von Oskamp in der Comic-Szene und er ist damit regelrecht durchgestartet. Im Frühjahr auf den Markt gebracht, hat der 47-jährige die Geschichte mittlerweile an Dutzenden Schulen vorgelesen und mit den Schülern darüber diskutiert. Der Comic wurde auf allen großen Comic-Events vorgestellt, selbst auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse.

Mehr als 200 Fachjournalisten hatten in den vergangenen Wochen in insgesamt 30 Kategorien online abgestimmt. Auf das Ergebnis in der Kategorie „Biographie“ durfte man gespannt sein: Nils Oskamps Geschichte über den Kampf gegen die Dortmunder Neonazis hatte starke Konkurrenz. Unter anderem war eine Comic-Biographie über den iPhone-Erfinder Steve Jobs nominiert.

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