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Die Stadt Dortmund und die großen Religionsgemeinschaften starten gemeinsam die Kampagne „Wir ALLE sind Dortmund“

Die Stadt Dortmund und die großen Religionsgemeinschaften haben gemeinsam die Kampagne „Wir ALLE sind Dortmund“ gestartet.

Die Stadt Dortmund und die großen Religionsgemeinschaften haben gemeinsam die Kampagne gestartet.

Die Stadt Dortmund und die großen Religionsgemeinschaften haben gemeinsam die Kampagne „Wir ALLE sind Dortmund“ gestartet. Gemeinsam setzen sie einen deutlichen Kontrapunkt zu den islamkritischen Bewegungen in anderen deutschen Städten und zu den menschenverachtenden, antisemitischen und islamfeindlichen Anfragen der Partei „Die Rechte“ im Dortmunder Rat.

Kontrapunkt zu menschenverachtenden, antisemitischen und islamfeindlichen Anfragen

Aufkleber .inddDer Aufruf und die Kampagne zum Leitgedanken „Wir ALLE sind Dortmund“ werden von der Stadt Dortmund und dem Dialogkreis der Abrahams-Religionen, zu dem Evangelische und Katholische Kirche, der Rat der muslimischen Gemeinden und die Jüdische Kultusgemeinde in Dortmund gehören, getragen.

Inzwischen haben sich etwa 50 Organisationen und Einzelpersonen der Initiative angeschlossen und es werden täglich mehr. Mit Plakaten und Postkarten, Veranstaltungen und einer Internet-Plattform wollen die Initiatoren und die Mitzeichner  gemeinsam das friedliche Zusammenleben in der Stadt über alle und religiösen Unterschiede hinweg stärken.

Das Friedenspotenzial der Religionsgemeinschaften ist dabei das starke verbindende Element. Die Akteure rufen Organisationen, Vereine und Verbände sowie Einzelpersonen weiter auf, sich als Mitunterzeichner an der Aktion zu beteiligen.

Dortmund steht für Vielfalt, ist weltoffen und tolerant

Aufkleber .indd„Dortmund blickt auf eine sehr lange interkulturelle und interreligiöse Geschichte zurück, bei der die Religionen mit Respekt aufeinander zugehen.“, verdeutlicht OB Ullrich Sierau.

Dortmund steht für Vielfalt, ist weltoffen und tolerant: „Wir wollen nicht, dass die Konflikte von anderswo hier austragen werden – aber auch nicht, dass die Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und Tod geflohen sind, sich dann hier bedroht fühlen.“

„Wir alle sind Dortmund.  Es ist selbstverständlich für die jüdische Gemeinde, dass sie an diesem friedensstiftenden Projekt teilnimmt“, betont Zwi Rappoport. „Wir unterstützen Jeden, der gegen Rassismus, Islamophobie und Antisemitismus einsteht. Wir haben das größte Interesse, den über Jahre aufgebauten interreligiösen Dialog zu erhalten.“

Weltweite Konflikte: „Wir lassen uns nicht auseinander dividieren.“

Aufkleber .inddDaran hat auch Superintendent  Ulf Schlüter vom Evangelischen Kirchenkreis Dortmund,  Interesse: „Es ist wichtig, dass die Gläubigen der verschiedenen Religionen gemeinsam auftreten, aber wir wollen auch die Menschen anderer Weltanschauung einbeziehen. Sie gehören einfach dazu“, so Schlüter.

„Wir erleben negative Aspekte religiöser Selbstüberhebung weltweit und den Missbrauch, um rassistische und fremdenfeindliche Einstellungen religiös zu legitimieren. Wir lassen uns nicht auseinander dividieren.“

„Wir zeigen, wie vielfältig wir sind“, unterstreicht Thomas Renneke, Geschäftsführer des Katholischen Stadtbüros. „Es geht nicht um heile Welt. Aber darum, dass wir bei allen Unterschieden ein gemeinsames Miteinander haben“, so Renneke. „Bei allen Verschiedenheiten wissen wir um die Gemeinsamkeiten. Beides wollen wir feiern.“

Gemeinsame Absage an Extremisten jeder Couleur

Aufkleber .inddAhmad Aweimer, Vorsitzender der muslimischen Gemeinden in Dortmund, will ebenfalls die Gemeinsamkeiten hervorheben: „Wir Muslime sind in dieser Gesellschaft schon lange angekommen. Fanatiker egal von welcher Seite bringen uns nicht davon ab, einander mit Respekt und Toleranz zu begegnen.“

„Für uns ist Dortmund Heimat geworden. Wir leben nicht außerhalb oder in einer anderen Gesellschaft“, so Aweimer. „Daher möchten wir gegen die Spaltung unserer Gesellschaft eintreten und gemeinsam unsere Stimme gegen Rassismus und für gemeinsame Werte und die freiheitlich-demokratische Grundordnung erheben.“

Dabei erteilten sie gemeinsam eine Absage an Extremisten jeder Couleur:  „Dortmund soll Heimat bleiben und Flüchtlinge sollen sich hier wohlfühlen und schnell integrieren“, so Aweimer.

Alle Dortmunderinnen und Dortmunder können mitmachen

Aufkleber .inddAllerdings ist jede und jeder Dortmunder aufgerufen, selbst Gesicht zu zeigen. Als Sprecher des Dialogpreises der Abrahams-Religionen erläutert Pfarrer Friedrich Stiller den Fortgang der Kampagne.

„Wir bitten alle Bürger und alle Einrichtungen, Geschäfte, Schule und Gemeinden, das Plakat sichtbar aufzuhängen – als öffentliches Signal, dass wir zusammenstehen. Am liebsten würde ich in jeder Strasse mindestens ein Plakat hängen sehen!“

Nach den Sommerferien sind Stiller zufolge zwei weitere Kampagnenbausteine geplant: eine besondere Aktion beim ‚Fußballturnier der Religionen’, das in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum feiert. Diese Aktion soll die Vielfalt der Nationen sichtbar machen. Und eine Konferenz im Rathaus zum Thema ‚Verschiedenheit und Zusammenhalt’. Als Hauptreferent hat der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Präses a. D. Nikolaus Schneider bereits zugesagt.

Materialien stehen in den Büros der beteiligten Partner zur Abholung bereit

Wir sind alle DortmundDie Plakate, Postkarten und Aufkleber zur Kampagne zeigen neben dem Leitspruch Symbole, die für die verschiedenen Religionen stehen.

Die Druckwerke stehen in Auflagen zwischen 2.000 und 5.000 Stück ab sofort zur Verfügung und können an folgenden Stellen abgeholt oder angefordert werden: 

  • Katholische Stadtkirche Dortmund, Propsteihof 10, 44137 Dortmund
  • Evangelischer Kirchenkreis Dortmund, Jägerstraße 5, 44145 Dortmund
  • MIA-Kommunales Integrationszentrum Dortmund, Friedensplatz 5, 44135 Dortmund
  • Abu-Bakr-Moschee, Carl-Holtscheider-Straße 8a, 44145 Dortmund
  • Selimiye Moschee Eving, Hessische Straße 1, 44339 Dortmund
  • Jüdische Kultusgemeinde, Prinz-Friedrich-Karl-Straße 9, 44135 Dortmund.

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