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UPDATE: Brände im Hannibal-Komplex halten die Bewohner und 160 Feuerwehrleute über sechs Stunden in Atem

Brand im Hannibal-Komplex

Mehrere Brandherde in Tiefgarage und Kellern an der Lausitzer Straße sorgten für einen Feuerwehr-Großeinsatz.

Mehrere Brandherde in den Kellern des Terassenhauses in der Lausitzer Straße und in der angrenzenden Tiefgarage des Hannibal-Komplexes an der Bornstraße führten Freitag ab 15 Uhr zu einem Großeinsatz der Dortmunder Feuerwehren, der bis in die 21.30 Uhr andauerte. Rund 160 Einsatzkräfte bekämpften das Feuer. Immer wieder flammten kleine Brände auf. Die Bornstraße musste über Stunden komplett gesperrt werden.

Massive Rauchentwicklung führte zu Evakuierungen der Wohnungen in der Nähe der Brandherde

Brand im Hannibal-Komplex

Aus den Lüftungsschächten drang Rauch.

Die massive Rauchentwicklung die aus den Entlüftungseinrichtungen der Tiefgarage entwich, führte dazu dass der ganze Bereich stark verrauchte.

Bei dem Einsatz wurden zwei Feuerwehrangehörige leicht verletzt. Sieben Personen, die zunächst vom Rettungsdienst versorgt wurden, mussten nicht in Kliniken transportiert werden.

Beim Großeinsatz ging es nicht ohne die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr, die in den Einsatz eingebunden waren und die Feuerwachen der Berufsfeuerwehr besetzten, um den Brandschutz in der Stadt sicher zu stellen.

Die Rettungsdienste der Hilfsorganisationen unterstützten mit zusätzlichen Teams, die aus der Freizeit aktiviert wurden.

Wohnanlage komplett geräumt

Die komplette Wohnanlage – mit mehr als 200 Wohnungen eine der größten in der Nordstadt – wurde geräumt. Die Bewohner mussten ihre Wohnungen verlassen. In der Diesterweg-Schule wurde eine erste Notunterkunft eingerichtet.

Dort hielten sich gegen 19.30 Uhr insgesamt 34 betroffene Anwohner auf, die von der Feuerwehr versorgt wurden. Die Betreuungseinheit der Johanniter-Unfallhilfe kümmerte sich um die BewohnerInnen.

Am Abend wurde von der Feuerwehr ab 19 Uhr untersucht, welche der Wohnungen der Anlage nutzbar sind und welche aufgrund von Rauchschäden vorübergehend gesperrt werden müssen.

Brand im Hannibal-Komplex

Die Brandbekämpfung dauerte über sechs Stunden.

Im Rahmen des Einsatzes wurde auch das Sozialamt und das Gesundheitsamt hinzugezogen.

LEG sagt MieterInnen unbürokratische Hilfe zu – Geschäftsstelle ist Samstag geöffnet

Die LEG sagte ihren Mietern vor Ort unbürokratische Hilfe zu. Jenen Mieter, die nicht in ihre Wohnungen zurück können, wird im Laufe des Abends das Angebot von Hotelübernachtungen gemacht.

Auch am morgigen Samstag sind Vertreter der LEG ab 9 Uhr mit einem Team vor Ort und werden Fragen der Betroffenen im Mieterbüro an der Bornstraße 77 beantworten.

Die Brandursache und der Gesamtsachschaden werden von der Polizei ermittelt. Hierzu wurden Teile des Gebäudes und der Tiefgarage gegen Betreten versiegelt.

Sie sind somit für die Mieter und Pkw-Eigentümer nicht zugänglich. Wie lange diese Untersuchungen andauern werden, ist aktuell nicht absehbar. Auch zu den Schäden können noch keine Aussagen gemacht werden.

Ein Gedanke zu “UPDATE: Brände im Hannibal-Komplex halten die Bewohner und 160 Feuerwehrleute über sechs Stunden in Atem
  1. Polizei Dortmund

    Brand im Hannibal – Widerstand gegen Polizisten

    Bei dem Brand im Hannibal an der Bornstraße am vergangenen Freitag, 22.01.2016, widersetzten sich mindestens zwei Personen aktiv den Anweisungen der Polizei, ca. 120 Schaulustige stellten sich der Polizei in den Weg und behinderten die Arbeit der Rettungskräfte

    Aufgrund der Lage- und Rauchentwicklung vergrößerten Polizeibeamte in Absprache mit der Feuerwehr den Sperrradius. Doch eine etwa 120-köpfige Personengruppe stellte sich den Polizisten in den Weg und begann zu diskutieren, anstelle den Weisungen Folge zu leisten und sich aus der Gefahrenzone zu begeben. Die Beamten mussten mehrfach deutliche Aufforderungen in Richtung der Schaulustigen aussprechen, um den Bereich umgehend frei zu bekommen.

    Plötzlich baute sich ein unbekannter Mann vor einem der beiden Polizisten in drohender Pose auf und weigerte sich standhaft, den Platz zu verlassen. Er deutete mehrfach Kopfstöße gegen den Polizisten an, so dass sich dieser lediglich durch Ausweichen schützen konnte. Der Aufforderung sich auszuweisen kam der Mann nicht nach, er weigerte sich seinen Ausweis vorzuzeigen.

    Als der Mann vorläufig in Gewahrsam genommen wurde, schritt ein zweiter Mann ein, offensichtlich um dem Unbekannten aus seiner Lage zu helfen. Auch er nahm eine bedrohliche Körperhaltung ein, schrie die Beamten an und spuckte in ihre Richtung. Diese Situation nutzte der Unbekannte um sich zu befreien und zu flüchten.

    Der 22-jährige Dortmunder wurde vorläufig festgenommen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen erhielt er einen Platzverweis und wurde vor Ort entlassen.

    Immer wieder werden Einsatz- und Rettungskräfte von Polizei und Feuerwehr auf der Straße angegangen bzw. deren Maßnahmen behindert. Ein Verhalten, welches im Einzelfall Menschenleben gefährden kann!

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