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Auf Einladung von „Syriza“ und „Nea Demokratia“: Delegation der Auslandsgesellschaft aus Dortmund zu Gast in Athen

Auf Einladung von „Syriza“ und „Nea Demokratia“ besuchte die Dortmunder Delegation auch das Parlament.

Auf Einladung von „Syriza“ und „Nea Demokratia“ besuchte die Dortmunder Delegation auch das Parlament.

Auf Einladung der griechischen Regierungspartei Syriza und der Oppositionspartei Nea Demokratia besuchte eine Delegation der Deutsch-Griechischen Gesellschaft der Auslandsgesellschaft jetzt Athen. Auf dem Programm stand u.a. eine Begegnung mit Giorgos Chondros, dem Mitbegründer der heutigen Regierungspartei Syriza und engstem Berater von Regierungschef Alexis Tsipras. Generalsekretär Yannis Smyrtis von der Nea Demokratia (Oppositionspartei) empfing auch die Delegation.

Treffen und Diskussionen mit führenden Repräsentanten der griechischen Politik

Mitten in der laufenden Regierungsumbildung und kurz vor dem Besuch von US-Präsident Obama hatten die Mitglieder der Delegation der Auslandsgesellschaft die Gelegenheit, mit führenden Repräsentanten der griechischen Politik über die Lage in dem krisengeschüttelten Land zu reden.

Dabei wurden die Unterschiede zwischen Regierung und Opposition besonders deutlich. Während sich die Bevölkerung zunehmend damit abfindet, dass der Gürtel in allen Bereichen enger geschnallt werden muss, streiten Regierung und Opposition über das richtige Zukunftskonzept.

Während die Regierungspartei Syriza auf einen Schuldenerlass hofft, setzt die Opposition auf das mit der EU in langwierigen Verhandlungen ausgearbeitete Hilfspaket mit schmerzhaften Einschnitten bei Renten und Sozialleistungen.

AGNRW-Präsident Klaus Wegener: „Wir haben ein Land im Umbruch erlebt.“

Die Dortmunder Delegation traf u.a. Giorgos Chondros (4. v_li.), den engsten Berater von Regierungschef Alexis Tsipras.

Die Gruppe traf u.a. Giorgos Chondros (4. v_li.), den engsten Berater von Alexis Tsipras.

„Wir haben ein Land im Umbruch erlebt. Die Bevölkerung ist in weiten Teilen desillusioniert und scheint sich in das Unvermeidbare zu fügen“, fasste der Präsident der Auslandsgesellschaft, Klaus Wegener, das Ergebnis der Reise zusammen.

„Regierung und Opposition sind heillos zerstritten über einen klaren Weg für die Zukunft Griechenlands. Neuwahlen sind möglich, jedoch keine Lösung. Griechenland wird ohne Unterstützung der EU keine Möglichkeit zum Überleben haben.“

Weitere Stationen der Reise waren Gespräche bei der deutsch–griechischen Handelskammer, im Goethe Institut und beim Verein „Philadelphia“, dem ältesten Verein Griechenlands zur Vertiefung der deutsch–griechischen Beziehungen.

Außerdem stand der Besuch eines deutschen Altersheimes in Athen und eines Kinderheimes auf dem Programm. Auch bei den Gesprächen hier wurde deutlich, was das Land am dringendsten braucht: Abbau der überbordenden Bürokratie und Kampf gegen die allgegenwärtige Korruption.

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