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Der Frühlingsbeginn macht sich positiv auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar: Arbeitslosenquote sinkt auf 11,5 Prozent

Die Arbeitslosenzahlen im März 2017 in Dortmund im Vergleich zu den Vorjahresmonaten.

Die Arbeitslosenzahlen im März 2017 in Dortmund im Vergleich zu den Vorjahresmonaten.

Der Frühlingsbeginn macht sich positiv auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Die Arbeitslosigkeit ist im März leicht zurückgegangen. Die Nachfrage der Wirtschaft nach Arbeitskräften hat sich aber nach einem deutlichen Anstieg zu Beginn des Jahres im März etwas abgeschwächt. Die Arbeitslosenquote sank im März um 0,1 Prozent auf 11,5 Prozent. Im Vorjahr betrug die Quote 12,4 Prozent.

7320 offene Stellen sind bei Arbeitsagentur und Jobcenter gemeldet

Annabelle Brandes, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Dortmund. Foto: AfA

Annabelle Brandes, Geschäftsführerin Operativ der Arbeitsagentur. Foto: AfA

Die Aufnahmefähigkeit des Marktes in Dortmund bleibt weiterhin auf einem hohen Niveau. „Mit insgesamt 7.320 gemeldeten, offenen Stellen haben wir einen deutlich höheren Stellenbestand als im Vorjahr. Insofern bieten sich gute Einstellungschancen für arbeitslose Menschen“, kommentiert Annabelle Brandes, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit die aktuelle Entwicklung auf dem Dortmunder Arbeitsmarkt.

Die Unternehmen suchen insbesondere qualifizierte Fachkräfte. Das Angebot an Helfertätigkeiten ist in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen. Qualifizierung und Weiterbildung sei daher der Schlüssel zum Erfolg und der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit. Die Agentur für Arbeit Dortmund fördert nicht nur die berufliche Weiterbildung von arbeitslos gewordenen Menschen, sondern auch die berufliche Qualifizierung Beschäftigter.

Das Programm  „Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen“ (WeGebAU) zum Beispiel bietet Fördermöglichkeiten ab dem ersten Tag der Arbeitsaufnahme. „Mit dieser Option rücken auch Personen mit geringen Qualifikationen in den Fokus bei Personaleinstellungen“, informiert Brandes.

Im Vorjahresvergleich liegt die Arbeitslosigkeit um 5,9 Prozentpunkte niedriger

Frank Neukirchen-Füsers ist Geschäftsführer des Jobcenter Dortmund.

Frank Neukirchen-Füsers ist Geschäftsführer des Jobcenters. Foto: JC

Im März waren 35.130 Menschen in Dortmund arbeitslos gemeldet. Davon waren 7.758 Personen bei der Arbeitsagentur und 27.372 Menschen beim Jobcenter Dortmund gemeldet. Damit ist die Gesamtzahl der Arbeitslosen in der Stadt im Vergleich zum Vormonat um 421 Personen oder 1,2 Prozentpunkte gesunken. Im Vorjahresvergleich liegt die Arbeitslosigkeit deutlich um 2.186 Personen oder 5,9 Prozentpunkte niedriger.

Die Arbeitslosenquote für alle bei Agentur und Jobcenter gemeldeten Arbeitslosen sank im März um 0,1 Prozent auf 11,5 Prozent. Im Vorjahr betrug die Quote 12,4 Prozent. Die spezifische Arbeitslosenquote für die Agentur lag bei 2,5 Prozent und für das Jobcenter bei 9,0 Prozent.

„Die Zahl der Arbeitslosen entwickelt sich aufgrund der anhaltenden wirtschaftlichen Prosperität weiterhin positiv. Auch ist das Aufkeimen der Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt erkennbar. Von dieser Entwicklung profitieren neben älteren Arbeitslosen vor allem die langzeitarbeitslosen Dortmunderinnen und Dortmunder.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind im März in der Zuständigkeit des Jobcenters 1.814 Personen weniger langzeitarbeitslos. Das entspricht einem Rückgang um 11,7 Prozent. Somit konnten wir mit 13.675 Personen erneut den niedrigsten Wert im Bereich der Langzeitarbeitslosigkeit erreichen, seit Bestehen des Jobcenters“, erklärt der Geschäftsführer des Jobcenters Dortmund, Frank Neukirchen-Füsers.

Arbeitslosigkeit bei Jugendlichen sinkt und die bei AusländerInnen steigt

Das Jugendberufshaus vereint Jugendamt, Jobcenter und Arbeitsagentur.

Das Jugendberufshaus in Dortmund vereint Jugendamt, Jobcenter und Arbeitsagentur. Foto: Alex Völkel

Die Jugendarbeitslosenquote liegt in Dortmund bei aktuell 10,3 Prozent oder 3.169 jungen Menschen. Das ist ein Rückgang um 71 Personen oder 2,2 Prozent gegenüber dem Vormonat als auch ein Rückgang zum Vorjahr um 5,6 Prozent oder 188 jungen Menschen.

Junge Menschen, die sich nach Abschluss ihrer zwei- und dreieinhalbjährigen Ausbildungen zunächst im Januar und Februar arbeitslos melden mussten, haben schnell eine Anschlussperspektive erhalten.

Aktuell sind 12.083 AusländerInnen bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter Dortmund arbeitslos gemeldet. Der größte Anteil der Arbeitslosen mit ausländischen Pass entfällt auf Zugänge aus Asylzugangsländern; 3.801 Personen waren im Januar arbeitslos gemeldet. Das ist ein Plus von 13,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Sehr deutlich ist hier vor allem die Arbeitslosigkeit von geflüchteten Menschen aus Syrien gestiegen. Aktuell sind 1.533 Syrerinnen und Syrer arbeitslos gemeldet, das sind 449 mehr als im März 2016 und 1.124 mehr als vor zwei Jahren im Februar 2015.

Bei den geflüchteten Menschen aus dem Irak stieg die Zahl innerhalb eines Jahres um 37,6 Prozent oder 118 Personen auf aktuell 432 Menschen.

Die Arbeitskräftenachfrage in Dortmund nimmt weiter zu – 1.955 neue Stellen im März

Arbeitsagentur, Jobcenter und Sozialamt haben den Integration Point für Flüchtlinge gestartet, der beim Start in Ausbildung und Beruf helfen soll.

Arbeitsagentur, Jobcenter und Sozialamt haben einen Integration Point für Flüchtlinge eingerichtet.

Nach einem vorgezogenen Anstieg im Februar hat die  Nachfrage der Wirtschaft nach Arbeitskräften im März abgenommen. Die Dortmunder Unternehmen und Verwaltungen meldeten im aktuellen Berichtsmonat 1.955 neue Stellen. Das sind 1.148 Stellen oder 37 Prozent weniger als im Februar.

Insgesamt war die Nachfrage allerdings stärker ausgeprägt als noch vor einem Jahr. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind es 33,5 Prozent mehr Stellenzugänge. Derzeit stehen 7.320 Stellen zur Besetzung offen, das sind 1.107 mehr als vor einem Jahr.

Die meisten Stellen wurden im vergangenen Monat für folgende Wirtschaftszweige gemeldet: Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (+916 Stellen), darunter entfallen 772 Stellen auf den Bereich Arbeitnehmerüberlassung.

Diese Stellen werden statistisch bei den Arbeitnehmerüberlassungsunternehmen mit Hauptbetriebsort in Dortmund geführt, obwohl sie vielfach auf andere Arbeitsorte als Dortmund entfallen. Es handelt sich in der Regel um bundesweite Stellenangebote.

193 Stellen wurden dem Arbeitgeber-Service Dortmund im Bereich Gesundheits- und Sozialwesen gemeldet. Es folgen die Bereiche freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen mit 157 gemeldeten Stellen und Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen mit 155 Stellen.

Mehr dazu als PDF zum Download: Arbeitsmarktreport_März17

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