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Anschauen, sich begegnen, miteinander sprechen in der Nordstadt: Premiere von „Sprich mit mir“ im Theater im Depot

Die Mitwirkenden sind für das Stück mit einem Plakat „Sprich mit mir“ in die Nordstadt gegangen. Foto: TiD

Die Mitwirkenden sind für das Stück mit einem Plakat „Sprich mit mir“ in die Nordstadt gegangen. Foto: TiD

Das Theaterstück „Schau mich an“ findet eine Fortsetzung in dem neuen Stück „Sprich mit mir.“ Anstatt sich nur anzuschauen, wird dieses mal auch gesprochen, Begegnungen und Dialoge stehen im Vordergrund. Die Gespräche stammen aus der Nordstadt und basieren auf wirklich passierten Situationen.

Begegnungen stehen weiter im Vordergrund

Für das Stück „Schau mich an“, sind die Schaffenden durch die Nordstadt gezogen, mit Stühlen, goldenen Bilderrahmen und dem Wille Konversationen zu führen durch die Nordstadt gezogen. Der Regisseur der beiden Stücke, André Wülfing, sagt zu seinem Werk: „Der Gedanke der Begegnung steht im Mittelpunkt des Stückes.“

Mit dem Stück „Sprich mit mir“, wird das Thema Begegnung weiter geführt. Geschichten aus der Nordstadt sind zu sehen und zu hören. Das bildet sich in Dialogen, Gesprächen und Erzählungen ab. Bewegte Bilder entstehen, auf der Bühne agieren sowohl Männer als auch Frauen.

„Wir sind für das Stück in die Nordstadt gegangen, mit einem Plakat, wo draufstand: „Sprich mit mir.“ Wir hatten keinen Zeitungsartikel, der das Stück ankündigt und aufmerksam macht.“

„Es gab verschiedene Reaktionen auf unser Plakat: Ablehnung, Ignoranz aber auch Neugierde und Interesse. Die Leute haben nachgefragt. Darauf basieren die Gespräche in „Sprich mit mir“, erklärt Wülfing zu dem Stück. Sie spiegeln die Wirklichkeit wieder, was im Norden Dortmunds passiert.

Bei der Aufführung handelt sich nicht um ein klassisches Theaterstück

Marek Kot, Anna Marienfeld und André Wülfing stellten das Stück Vor.

Marek Kot, Anna Marienfeld und André Wülfing stellten das Konzept der Neuauflage im Theater im Depot vor.

In der Aufführung gibt es nicht wie beim klassischen Theater eine Hauptfigur oder einen Held. Jeder der mitmacht, trägt seinen Teil zum Stück bei. Im Vordergrund steht nicht der einzelne, sondern die Arbeit mit der Nordstadt, die Arbeit mit Menschen in der Nordstadt. „Der Held in dem Stück ist die Nordstadt, kann man sagen.“

Berthold Mayer, der Leiter des Depots schmunzelt. „Es ist vielleicht auch eine Liebeserklärung an die Nordstadt“, sagt Marek Kot. Er ist freier Mitarbeiter beim Depot. „Die Nordstadt ist überall, auch im Süden, in anderen Städten. Überall gibt es sie“, sagt er.

„Was mir in Erinnerung geblieben ist, als wir durch die Nordstadt mit unserem Plakat gelaufen sind, dass eine Schauspielerin vom Stück ganz verängstigt auf dem Notmarkt stand. Dann sagte sie, dass es ja ganz schön und aufgeräumt hier auf dem Nordmarkt sei Sie war sehr verwundert.“ Lachend schüttelt Marek Kot den Kopf.

Protagonisten bleiben bei der Stange

„Die Protagonisten von vor zwei Jahren sind dabei geblieben und wollten weiter machen. Diese haben wir von der Straße. Eine kleine Bühne mit Stühlen und Rahmen haben wir an verschiedenen Orten in der Nordstadt aufgebaut. Interessierte haben eine Fragebogen bekommen. Von den 170 Interessierten haben 90 bis 100 den Fragebogen ausgefüllt. Davon kamen zum ersten Treffen 30 Personen. Bei der ersten Probe waren 22 da.“

Der Regisseur scheint damit zufrieden. Jetzt sind es 18 Personen, neun spielen auf der Bühne. Der Rest hält sich hinter den Kulissen auf. „Die Leute sind auch nicht an der Hauptrolle interessiert. Das Amateurensemble ist an dem Thema interessiert, nicht daran im Mittelpunkt zu stehen“, erklärt der Wülfing.

Mehr Informationen:

  • Premiere: Do, 13. Juli, 20 Uhr
  • Nächste Vorstellung: Fr, 14 Juli, 20 Uhr
  • Eintritt: VVK: 5 Euro, AK: 10 Euro
  • Ort: Theater im Depot, Immermannstraße 29, 44147 Dortmund
  • Kartenreservierung (AK): Theater im Depot: 0231/9822336 oder ticket@theaterimdepot.de
  • Kartenvorverkauf (VVK): Dortmundticket, Max-von-der-Grün-Platz 5-6, 0231/ 18999-444 oder ticket@dortmund-tourismus.de

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