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Grundstücksmarktbericht 2016 vorgestellt: Die Preise in Dortmund ziehen weiter an, sind aber noch nicht überhöht

Neubaugebiet Stadtkrone-Ost

Neubaugebiete wie Stadtkrone-Ost, Phoenixsee und Hohenbuschei sind am teuersten. (Archivbilder: Völkel)

„Häuser, Wohnungen und Grundstücke sind auch im vergangenen Jahr wieder etwas teurer geworden, aber es werden in Dortmund weiterhin insgesamt keine überhöhten Preise bezahlt“, fasst Ulf Meyer-Dietrich, Vorsitzender des Gutachterausschusses, den Grundstücksmarkt 2015 zusammen.

Rekordergebnis beim Umsatz: Kaufverträge für 1,27 Milliarden Euro abgewickelt

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Dortmund zeigt mit seinem aktuell veröffentlichten Grundstücksmarktbericht 2016 die Entwicklung auf dem Grundstücksmarkt auf.

Im Jahr 2015 sank die Anzahl der abgeschlossenen Kaufverträge auf das Niveau von 2013. Die rückläufige Anzahl an Kauffällen ist darin begründet, dass  durch die erhöhte Grunderwerbssteuer zum Jahresbeginn 2015 viele Transaktionen in den Dezember 2014 vorgezogen wurden.

Das Umsatzvolumen übertrifft jedoch das Rekordergebnis aus dem Vorjahr und liegt nun bei 1,27 Milliarden Euro. „Der steigende Umsatz ist Ausdruck des niedrigen Zinsniveaus und der Investitionsbereitschaft in Immobilien, auch als Kapitalanlage“, erläutert Christian Hecker.

Der gesteigerte Geldumsatz zeigt sich insbesondere in den Umsatzzahlen bei gewerblich genutzten Objekten. Bei den Büro-, Verwaltungs- und Geschäftshäusern verdreifachte sich der Umsatz von rund 61 Millionen Euro durch einige größere Verkäufe auf über 230 Millionen Euro.

Preis für den Neubau von Eigentumswohnungen um 50 Prozent gestiegen

Für eine neu errichtete Eigentumswohnung muss in Dortmund inzwischen mit durchschnittlich rund 3000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche kalkuliert werden.

Christian Hecker und Ulf Meyer-Dietrich stellten den Grundstücksmarktbericht vor. Foto: Alex Völkel

Christian Hecker und Ulf Meyer-Dietrich stellten den Grundstücksmarktbericht vor. Foto: Alex Völkel

Hier setzt sich der Trend der letzten fünf Jahre mit Preissteigerungen um je rund zehn Prozent fort – 2010 konnte noch ein durchschnittlicher Wert von rund 2000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche verzeichnet werden.

Dafür gibt es mehrere Faktoren: „Die deutlich gestiegene Bereitschaft zum Investieren aufgrund des Zinsniveaus, gestiegene Anforderungen ans Bauen und der Trend zum hochwertigeren Wohnen“, erklärt Christian Hecker, Geschäftsführer des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Stadt Dortmund.

Gegenüber dem Rekordjahr 2014 sind auch die Verkaufszahlen neu errichteter Eigentumswohnungen rückläufig. Gleichwohl liegt die Anzahl immer noch 25 Prozent über denen des Jahres 2013.

Neu errichtete Doppelhaushälften kosten mit rund 2.300 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche in etwa so viel, wie in den Vorjahren. Aussagen über den Preis eines freistehenden Einfamilienhauses oder eines Reihenhauses sind nur bedingt möglich, da die Anzahl der Verkäufe nicht repräsentativ ist.

Positive Entwicklungen in einer Größenordnung von drei bis fünf Prozent

Tendenzen für das Segment der Bestandsimmobilien zeigen die Entwicklungen der Immobilienrichtwerte auf. Hier werden sowohl für Eigentumswohnungen als auch für Ein- und Zweifamilienhäuser positive Entwicklungen in einer Größenordnung von drei bis fünf Prozent nachgewiesen.

Nach Abschluss des Weihnachtsgeschäftes enden im Handel viele Verträge.

Der Westenhellweg gehört nicht nur zu den teuren Einkaufsmeilen der Republik. (Archivbild)

Mittels des Immobilienrichtwertes lässt sich der ungefähre Wert einer konkreten Immobilie eigenverantwortlich ermitteln. Die Bodenrichtwerte weisen insbesondere im Dortmunder Südwesten ein steigendes Niveau auf.

Insgesamt haben sich die Bodenrichtwerte für Geschosswohnungsbau positiv im Mittel um etwa fünf Prozent erhöht, während die Bodenrichtwerte für den individuellen Wohnungsbau im Mittel um rund zwei Prozent gestiegen sind.

Die meisten Verkäufe unbebauter Grundstücke fanden im Baugebiet Hohenbuschei statt, hier ist der Bodenrichtwert um auf 280 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Der teuerste Quadratmeterpreis für Ein- und Zweifamilienhäuser befindet sich unverändert am Phoenixsee-Nordufer an der Uferpromenade mit 500 Euro pro Quadratmeter.

Am Westenhellweg liegt der Bodenrichtwert bei 8800 Euro pro Quadratmeter

In der 1a Lage am Westenhellweg liegt der Bodenrichtwert bei 8.800 Euro pro Quadratmeter. Vergleichbare Bodenrichtwerte in den Hauptgeschäftsmeilen bewegen sich in Bochum und Gelsenkirchen bei rund 4.000, in Essen bei 6.000 und Düsseldorf bei über 17.000 Euro pro Quadratmeter.

Mehr Informationen gibt es im Internet:

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