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„No Turning Back“: Die queere Dortmunder Webserie geht im März in die zweite Runde – Premiere ist im „Sunrise“

Von „No Turning Back“, der queeren Dortmunder Webserie, ist eine zweite Staffel abgedreht worden. Foto: Dennis Treu

Von „No Turning Back“, der queeren Dortmunder Webserie, ist eine zweite Staffel abgedreht worden. Foto: Dennis Treu

Die zweite Staffel der queeren Dortmunder Webserie „No Turning Back“ feiert am 15. März ihre Premiere. Der Erfolg der ersten Staffel mit über 40 000 Aufrufen bei Youtube motivierte die Jugendlichen zum weitermachen.

„No Turning Back“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Landesarbeitsgemeinschaft Medien und Kunst NRW (LAG KM), des Youtubekanals queerblick e.V und des queeren Jugendzentrums „Sunrise“.

Die Jugendlichen schreiben selber über Themen, die sie interessieren

Das Besondere an dem Projekt ist, dass die etwa 15 mitwirkenden Jugendliche unter Anleitung des Medientrainers Alex Spelsberg vom Drehbuch bis zur Beleuchtung alles selber gemacht haben. Dementsprechend sind die Themen der Webserie auch Themen, die die Jugendlichen selber interessieren.

In der ersten Staffel ging es um das Pärchen Sarah und Tom Ali, die für sich entdecken, dass es mehr als nur Heterosexualität gibt. Worum es in der zweiten Staffel geht, verraten die Macher*innen noch nicht. Nur so viel: Das Thema Transsexualität wird eine ganz besondere Rolle einnehmen.

Queere Jugendliche müssen sich in Deutschland noch immer behaupten

Monatelang haben die Jugendlichen an „No Turning Back“ gearbeitet. Foto: Han Nguyen

Monatelang haben die Jugendlichen an der Fortsetzung von „No Turning Back“ gearbeitet. Foto: Han Nguyen

Für Fleur Vogel, Geschäftführerin der  Landesarbeitsgemeinschaft Medien und Kunst NRW, ist klar, wie wichtig die Arbeit an der Webserie für die Jugendlichen ist. „Sich mit filmischen Mitteln auszudrücken und sich der Gesellschaft mit den eigenen Wünschen, Ängsten und Sorgen mitzuteilen, erfordert viel Mut. Queere Jugendliche müssen sich immer noch mit ihren Themen behaupten und werden oft nicht ernst genommen.“

„In unserer pluralistischen Gesellschaft ist es wichtig, auch dieser Zielgruppe eine Plattform zu schaffen. Durch das Format der Webserie können die jungen Filmemacher*Innen ein großes Publikum erreichen“, so Vogel.

An das offene Ende der ersten Staffel kann endlich angeschlossen werden

Die Jugendlichen sind froh, dass ihnen die LAG KM ermöglicht hat, Fördermittel über das Land zu erhalten. „Da die Handlung der ersten Staffel ein offenes Ende hat, dachten wir damals schon, dass wir liebend gern auch eine zweite Staffel schreiben und drehen möchten“, erklärt Lisa, die Protagonistin der ersten Staffel, „Es gab sofort gute Ideen. Zum Glück haben wir jetzt die Chance dazu, sie umzusetzen.“

Die Jugendlichen wollen sich nicht nur auf ihrem Erfolg ausruhen

Die Macher*innen wollen die Serie aber nicht einfach nur fortsetzen, sondern auch aus ihren Fehlern lernen und Hinweise von Zuschauern beachten.

„Mit der ersten Staffel haben wir eine Basis, die wir zum Maßstab nehmen können.“, erzählt Jayvk, der in der zweiten Staffel noch eine wichtige Rolle einnehmen wird „Alles, was uns nicht gefallen hat, versuchen wir nun besser zu machen. Wir sind also noch am Lernen.“

Das Ergebnis der monatelangen Arbeit wird am 15. März. bei der Filmpremiere im Jugendtreff „Sunrise“ im Fritz-Henßler-Haus gezeigt. Der Einlass ist um 18.30 Uhr und der Beginn um 19 Uhr.

Die Premiere ist offen für alle, aber es wird um eine Anmeldung gebeten: https://docs.google.com/forms/d/1i63oIEfihNlo-UJSlV3VpTiNH2oAKwmmQ8xva40fduw/viewform

Die einzelnen Folgen werden dann auf www.youtube.de/queerblickTV  veröffentlicht. Dort sind auch die Folgen der ersten Staffel zu sehen.

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