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Die neue überdachte Radstation am Hauptbahnhof hat Platz für 440 Fahrräder – sicher und videoüberwacht

Rund 450.000 Euro hat die neue Radstation am Hauptbahnhof gekostet.

Rund 450.000 Euro hat die neue Radstation am Hauptbahnhof gekostet. Fotos: Alex Völkel

Wohin mit dem Fahrrad am Hauptbahnhof? Bislang gab es hierfür nur eine provisorische Lösung. Jetzt, nach gut sechs Monaten Bauzeit, wurde die neue Station auf dem Bahnhofsvorplatz fertig gestellt. Im Beisein von Vertretern aus Politik und Verwaltung übergab Oberbürgermeister Ullrich Sierau – Schirmherr für die Aktion „Mit dem Rad zu Arbeit“  –  das Gebäude an die Betreiber „dobeq“.

Neue Anlage auf dem Bahnhofsvorplatz kostet rund 450.000 Euro

OB Ullrich Sierau gehörte zu den ersten Nutzern der neuen Radstation.

OB Ullrich Sierau gehörte zu den ersten Nutzern der neuen Radstation.

Die „dobeq“, eine für berufliche Qualifizierung zuständige AWO-Tochter, bewirtschaftet die neue Einrichtung, die für rund 450.000 Euro auf der Südseite errichtet wurde.

Die frühere provisorische Fahrradabstellanlage erfüllte zuletzt weder in qualitativer noch in quantitativer Hinsicht die Anforderungen, die an eine zentrale Schnittstelle zwischen Radverkehr und ÖPNV zu stellen waren.

Das sieht jetzt ganz anders aus. Mit den umfassenden Arbeiten der letzten Monate wurde eine Radstation mit einer erhöhten Kapazität und insbesondere einer verbesserten Qualität für die Nutzer geschaffen.

Abstellmöglichkeit auf zwei Ebenen verdoppelt die Kapazität

Die Anlage ist videoüberwacht und soll künftig auch für Dauerparker nachts nutzbar sein.

Die Anlage ist videoüberwacht und soll künftig auch für Dauerparker nachts nutzbar sein.

Mit dem Austausch der bisher nur einfachen Abstellbügel für Fahrräder durch neue Doppelparksysteme (zwei Fahrräder übereinander), ist die Abstellkapazität von bislang ca. 220 Fahrrädern auf insgesamt 440 Abstellplätze verdoppelt worden.

Zehn installierte Ladestationen ermöglichen den Nutzern elektrisch betriebener Fahrräder das Aufladen der Akkumulatoren. DEW21 unterstützt die Radstation durch ein Stromsponsoring.

Entsprechende  Vorrichtungen bieten Platz für die Unterbringung von Helmen oder anderen Privatgegenständen. Die umlaufende, selbsttragende Fassade unterhalb des Bestandsdaches wird zukünftig einen Zugangs- und Wetterschutz gewährleisten.

Den Mitarbeiten der „dobeq“ steht ebenfalls ein Aufenthaltsbereich in Modulbauweise zur Verfügung, mit freiem Blick auf den Vorplatz als auch in die Radstation.

Radstation kann für Langzeitmieter auch rund um die Uhr genutzt werden

Auch für Akkus von E-Bikes gibt es Ladestationen in Schließfächern.

Auch für Akkus von E-Bikes gibt es Ladestationen in Schließfächern.

Zukünftig ist geplant, die Radstation im 24-Stunden-Betrieb zu bewirtschaften, so dass der Zugang zur Fahrradstation über die regulären personenbewachten Öffnungszeiten hinaus gewährleistet ist.

Dies soll über personifizierte Chipkarten und einen Zugangs-Kartenleser realisiert werden. Der Innenraum ist aus Sicherheitsgründen mit einer Videoüberwachung ausgestattet.

Die Bundesregierung stellte mit ihrem „Integrierten Energie- und Klimaschutzprogramm“ wichtige Weichen für eine moderne, sichere und klimaverträgliche Energieversorgung in Deutschland.

Hierzu gehört auch die nationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums, durch welche die gesamte Umbaumaßnahme der Radstation am Dortmunder Hauptbahnhof gefördert wird.

Die provisorische Anlage soll in Kürze abgebaut werden - sobald die Fahrräder umgeparkt sind.

Die provisorische Anlage soll in Kürze abgebaut werden – sobald die Fahrräder umgeparkt sind.

 

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Ein Gedanke zu “Die neue überdachte Radstation am Hauptbahnhof hat Platz für 440 Fahrräder – sicher und videoüberwacht
  1. Tobi

    2 Anmerkungen:
    1) Die „alte“ Radstation wurde bereits Anfang 2015 gesperrt und mit dem Teilweise Abriss begonnen.
    Eine Bauzeit von 6 Monaten halte ich da für eine euphemistische Berechnung.
    2) Ihr schriebt „Bislang gab es hierfür nur eine provisorische Lösung“, die Bildunterschrift des Bauzaunkäfigs beginnt mit „Die provisorische Anlage…“
    Das erzeugt den Eindruck dieser Käfig sei die bisher einzige Lösung gewesen.

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