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Ein vorbestrafter Betrüger unterwandert den „Train of Hope Dortmund“: Mitglieder haben früheren Vereins-Vize angezeigt

Der „Train of Hope Dortmund e.V.“ hat seine Arbeit aufgenommen.

Der „Train of Hope Dortmund e.V.“ hat seine Arbeit aufgenommen – und hat vielfältige Probleme.

Von Alexander Völkel

Geschäfte machen mit dem Elend und der Hilfsbereitschaft Anderer? Eine miese Nummer. Einen besonders hinterhältigen Fall gibt es in Dortmund: Ein vielfach vorbestrafter Betrüger hat sich unter die 2000 registrierten Helferinnen und Helfer des „Train of Hope Dortmund“ gemischt und sich anschließend bis in den Vorstand des neu gegründeten Vereins gemogelt.

Gutgläubigkeit ausgenutzt: Deutscher Betrüger gab sich selbst als Migrant aus 

Mehr als 1000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer haben sich beim DKH registriert und helfen mit.

Willkommenskultur: Rund 2000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer hatten sich beim DKH registriert.

Allerdings ist der Vorstand dem Betrüger in seinen Reihen relativ schnell auf die Schliche gekommen, hat Anzeige erstattet und eine einstweilige Verfügung gegen ihn beantragt, bevor es zu noch größeren Problemen kommt.

Sie wollen unter allen Umständen vermeiden, dass die Hilfsbereitschaft und die große Willkommenskultur in Dortmund unter den Machenschaften eines einzelnen Betrügers leiden.

Vor der Ankunft der Flüchtlingszüge kannte keiner der anderen Vorstandsmitglieder Cem Eroglu persönlich. Erst bei der ehrenamtlichen Arbeit und der späteren Vereinsgründung tauchte der wortgewaltige und charismatische „Helfer“ auf und ließ sich später zum 2. Vorsitzenden wählen.

Überprüfung lief ins Leere – Betrüger verwendete einen falschen Namen

Justo Moret, Fatma Karacakurtoglu und Cem Eroglu wurde bei der Gründung zum Führungstrio gewählt.

Justo Moret, Fatma Karacakurtoglu und Cem Eroglu wurden zum Führungstrio gewählt.

„Wir haben vor der Vereinsgründung auch im Rahmen unserer Möglichkeiten die potenziellen Vorstandsmitglieder überprüft, aber nichts gegen ihn gefunden“, erklärt die enttäuschte 1. Vorsitzende Fatma Karacakurtoglu.

Doch finden konnten die Aktiven auch nichts: Denn der frisch gewählte stellvertretende Vorsitzende hat sich unter falschem Namen in den Verein eingeschlichen. Den engagierten türkisch-stämmigen Migranten „Cem Eroglu“ gibt es nicht.

Der Notartermin, der mit der Eintragung ins Vereinsregister einher geht, hat noch nicht stattgefunden. Spätestens dort wäre aufgefallen, dass es „Cem Eroglu“ nicht gibt.

Betrüger sorgte unter seinem früheren Namen Mark Witt mehrfach für Schlagzeilen

Die WAZ hat sehr ausführlich über eine riesige Luftnummer von Mark Witt berichtet, der dann abtauchte.

Die WAZ hat sehr ausführlich über eine riesige Luftnummer von Mark Witt berichtet, der dann abtauchte.

Doch wer ist dieser Mann? Er ist Deutscher, heißt bzw. hieß Mark Witt und ist mehrfach vorbestraft.

Im Jahr 2008 sorgte er für Schlagzeilen, weil er großspurig mit seiner Agentur angekündigt hatte, in Bochum 2600 Arbeitsplätze zu schaffen, nachdem Nokia ungefähr die gleiche Zahl an Stellen gestrichen hatte.

„Ein scheinbarer Nobody hatte sich mit dieser vielversprechenden Ankündigung ins Gespräch gebracht“, schrieb die WAZ, als die Luftblase geplatzt war.

Witt, der als Geschäftsführer der „Agentur für Kommunikation“ einige Räume in einem Wattenscheider Hinterhof angemietet hatte, tauchte ab und ließ Lieferanten und Partner auf Rechnungen in fünfstelliger Höhe sitzen.

Betrüger verbüßte bereits eine vierjährige Haftstrafe wegen Körperverletzung

Auch Wirtschaftsförderung und Agentur für Arbeit in Bochum fühlten sich seinerzeit getäuscht. Eine Auskunft bei Creditreform ergab – so erfuhr die WAZ – , dass Witt schon seit 2005 in Zahlungsschwierigkeiten war.  (Hier geht es zu dem WAZ-Artikel)

Auch andere Fälle von nicht bezahlten Rechnungen tauchten im Internet auf. Witt musste zudem eine Freiheitsstrafe von vier Jahren wegen Körperverletzung verbüßen.

Gegen Eroglu gibt es aus den Jahren 2014 und 2015 schon 15 Verfahren

Cem Eroglu hingegen hatte eine weiße Weste. Nicht gerade schwierig: Denn ihn gibt es nicht. Wohl aber Mark Eroglu. Witt hat seinen Nachnamen nach einer Hochzeit im Juli 2013 geändert, nicht aber sein Geschäftsgebaren.

Recherchen ergaben, dass allein aus den Jahren 2014 und 2015 15 (!) Verfahren unter seinem neuen Namen aktenkundig sind. Dazu gehören diverse Fälle von Betrug, Warenbetrug und Kreditkartenbetrug, Geldwäsche, sowie Fälschung, Amtsanmaßung, Unterschlagung, Körperverletzung und Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Mehrere Mitglieder haben Anzeige gegen den Betrüger erstattet 

Staatsanwaltschaft Dortmund

Vereinsmitglieder haben Anzeige erstattetet und auch das Amtsgericht eingeschaltet.

Bisher sieben Mitglieder des Vereins haben Anzeige erstattet. Außerdem versucht der Vorstand, über das Amtsgericht eine einstweilige Verfügung  gegen das ehemalige Vorstandsmitglied zu erreichen.

Denn dieser hat die Zugangsdaten zu den meisten Facebook- und Internetseiten des Vereins nicht herausgerückt – er hatte bislang als Einziger Zugriff. In der kommenden Woche gibt es dazu einen Termin bei Gericht.

Ein weiteres Mitglied hat zudem Anzeige erstattet, weil Eroglu auf dessen Namen Kreditkarten bestellt haben soll. Unter dem Vorwand, eine Ausweiskopie für das Jugendamt zu benötigen – der Verein arbeitet auch mit minderjährigen Flüchtlingen –  orderte er damit Kreditkarten auf den Namen des anderen Mitglieds und schöpfte den Kreditrahmen aus.

Betrugsversuch bei Anmietung des neuen Spendenlagers rechtzeitig vereitelt

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft besucht das Dietrich-Keuning-Haus und bedankt sich bei den freiwilligen Helfern

Für die Spenden sollte ein Lager gemietet werden.

In einem Gespräch mit dem zukünftigen Vermieter des Spendenlagers wurde zudem deutlich, dass Eroglu gegenüber dem Vorstand ein falsches Spiel gespielt hat.

Er nannte seinen Mitstreitern andere Mietkosten und Kautionsforderungen als der Vermieter wirklich haben wollte.

Der Vermieter hat nun erstmal die Schlösser auswechseln lassen, den neuen Schlüssel dem Verein zur Verfügung gestellt und seinen falschen „Mieter“ ausgesperrt.

Mit gutem Recht: Denn ein regulärer Mietvertrag für das neue Spendenlager des Vereins kam ja wegen des falschen Namens nicht zustande. Cem Eroglu wollte es auf seinen eigenen falschen Namen mieten.

Dortmunder Verein warnt vor dem ehemaligen Vorstandsmitglied

Außerdem hat Eroglu wohl auch als Einziger Barspenden angenommen. Weil der in Gründung befindliche Verein noch kein Konto besaß, hatten die Vorstandsmitglieder die Annahme von Barspenden kategorisch abgelehnt und stattdessen Sachspenden oder die Übernahme von Kosten erbeten.

Das hatte bisher auch gut geklappt – bis auf Eroglu. Dieser wollte nun auch auf Rechnung des Vereins Bestellungen machen, die offenbar für den eigenen Bedarf gedacht waren.

Um weiteren Schaden abzuwenden und mögliche neue Opfer zu warnen, sucht der Verein nun den Schritt in die Öffentlichkeit.

Eroglu hat offenbar weitere sogenannte „Charity“-Projekte in Arbeit 

Denn auch zu anderen Hilfsprojekten, so zu den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Flüchtlingsdrehscheibe in Köln –  hatte Eroglu den Kontakt gesucht.

Das Logo der Internetseite FKDO

Das Logo der Internetseite FKDO

Außerdem bereitet er weitere eigene Charity-Projekte vor. So hat er Internetseiten unter charitynrw.com und trainofhope.nrw in der Mache, um auf die Welle der Hilfsbereitschaft aufzuspringen.

Um diese zu befeuern, will er offenbar auch nicht die Zugangsdaten zu den Dortmunder Seiten des Vereins –  fkdo.org und trainofhopedo.de sowie zum Facebook-Auftritt – herausgeben.

Er will damit potenzielle Interessierte schon in seine neuen Projekte ziehen. Denn auch die angegebenen Rufnummern von FKDO.org auf der Vereins-Seite sind die von Eroglu.

Der Betrüger wollte gegenüber den Nordstadtbloggern die Vorgeschichte nicht kommentieren und gab vor, diesen Schritt aus persönlichen Gründen gegangen zu sein. Auch die anderen Charity-Projekte wollte er nicht kommentieren. Die Seiten seien lediglich „Platzhalter“.

Dortmunder Verein bereitet sich auf die Ankunft der neuen Flüchtlinge vor

Das Logo der Internetseite Train of Hope Dortmund

Das Logo der Internetseite Train of Hope Dortmund

Die Aktiven des Vereins wollen sich aber von diesen vielfältigen Problemen, die ein einzelner Betrüger verursacht hat, nicht von der eigentlichen Arbeit abbringen lassen.

Sie haben sich mittlerweile vorstandsintern neu aufgestellt und die Mitglieder informiert, dass der Vize nun nicht mehr da ist.

„Wir müssen uns jetzt auf die Drehscheiben-Funktion vorbereiten und wollen wieder durchstarten, falls die Stadt dafür Ehrenamtliche braucht“, unterstreicht Justo Moret, der verbliebene zweite Vorsitzende des Vereins.

„Davon wollen wir uns nicht von einem faulen Apfel abbringen lassen. Weder die Flüchtlinge noch die vielen Ehrenamtlichen dürfen unter den kriminellen Machenschaften eines Einzelnen leiden“, so Moret.

(Wenn sich das Video zur Vereinsgründung nicht darstellt, bitte Browser aktualisieren!)

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4 Gedanken über “Ein vorbestrafter Betrüger unterwandert den „Train of Hope Dortmund“: Mitglieder haben früheren Vereins-Vize angezeigt
  1. Regina Hunke

    Vielsagend war auch sein großkotziger Auftritt auf dem Podium in der Auslandsgesellschaft vor etwa 2 Wochen, ebenso wie sein Internet Auftritt in dem er weibliche Pornodarstellerinnen sucht……

  2. M.C. Eroglu

    …….

    Fakt ist, das Fatma Karacakurtoglu von Anfang von meiner Vergangenheit wusste und diese auch von anderen “Vereinsmitgliedern” weiß, das sie vorbestraft sind oder gar eine rechte Vergangenheit hatten. Es ist schon verwunderlich, das sich die Nordstadtblogger nicht direkt erkundigen oder gar eine Widerlegung verlangten. Stattdessen wurde ich nur gefragt warum ich “freiwillig” zurücktreten möchte. Ich sagte daraufhin “Aus privaten Gründen”. Alles andere würde dafür sorgen, das sich die Sache um die es hier geht nicht ernst genommen wird, nämlich Menschen zu helfen ohne Vorurteile und ohne zu schauen was dahintersteckt. Jeder hat irgendeine Scheiße gebaut.

    Interessant ist, der Satz “Auf die Hilfswelle aufzuspringen” – ich frage mich wer die Idee zu diesem Verein hatte und es dann in die Tat umgesetzt hat. Ich frage mich, wer Nachts vom Hauptbahnhof x-Mal Flüchtlinge gefahren hat. Bis zu 14 Stunden täglich gearbeitet hat um den Verein nach vorne zu bringen, damit nachhaltig die Sache – und die wird hier völlig aussenvor gelassen -. Schon in den Whats App Nachrichten von Fatma Karacakurtoglu in dieser Woche an mich, wurde mir gedroht mich zu demontieren wenn ich die Wahrheit über das sage, was in diesem Verein passiert. Ein gelungener Schachzug ist es nicht was sie da tut. Wir haben uns darauf geeinigt, Stillschweigen zu bewahren da es der Sache , nämlich sich um Flüchtlinge zu kümmern, nicht dienlich sein wird.

    Barspenden – es wurden bis auf eine Spende von der Benefizgala im Tyde keine Barspenden angenommen. Diese Spende durfte ich nach Absprache mit Fatma Karacakurtoglu behalten , sie bat lediglich um eine Quittung. Diese hat sie bis heute nicht abgeholt. Bezahlt wurde damit u.a. die Miete eines Transporters und die des LKW’s den wir für die Umräumung der Kisten und Kartons gebrauchten. Einmal wurde ein Transporter von Fatma bezahlt.

    Es wurden nach Absprache mit Fatma folgende Sachen bestellt: Broschüren, Visitenkarten, diverse Möbel für den Bürogebrauch. Auch berichtete ich Fatma von der Situation mit dem Mietvertrag. Wie und wo sollten wir die Kleider hinbringen, wir hatten keine Möglichkeit diese unterzustellen und sie wären von der Stadt eingezogen. Also habe ich in Absprache mit Fatma ein Lager besorgt durch immobilienscout24.de. Fatma wusste über alles Bescheid.

    Mit dem Vermieter wurde abgesprochen sich bei Herrn Stüdemann darum zu kümmern, Immobilien anzubieten, damit die Möglichkeit besteht, Jugendliche unterzubringen. Auch hiervon wusste Fatma. Mit dem Hintergrund dass Fatma darauf aus war/ist sehr viel Geld von vielen offiziellen Stellen zu bekommen, sollte ich auch eine Spende die uns angeboten wurde nicht öffentlich machen. Diese sollte sehr hoch ausfallen.Ich sollte sogar zu einer Vorstandssitzung nicht erscheinen, weil Fatma davon ausging, das ich mich mit dieser Spende verplapper. Lediglich über das Telefon “durfte” ich etwas sagen. Es wurde in den Vordergrund geschoben, das ich einen Bulli aus Düsseldorf hole…..

    Es gibt sehr, sehr viele Mitglieder in diesem Verein, die sich den Arsch aufreißen für die Sache und deswegen war ich gewillt nie etwas zu sagen. Nicht um mich zu schützen, denn ich habe vielen von meiner Vergangenheit erzählt, die keinen etwas angeht, weil es meine private Sache ist. Auch ist es meine private Sache, wie ich mit Religion umgehe. So habe ich meinen Namen Cem, den ich im übrigen trage, erhalten als ich konvertiert bin in der DIGIB Moschee in Bochum. Aufgrund des Zeitungsartikels habe ich mich dann immer so vorgestellt weil es mein Name ist. Zu Anschuldigungen, die mehr als zu weit gehen, werde ich mich nicht äußern sondern die durch heute gestellte Anzeige klären lassen. Es mag sein, das viele irgendwas behaupten, schreiben und so weiter. Aber wer sich von einer blöden Vergangenheit nicht freisprechen kann, der sollte nicht zu laut schreien. Warum ist Fatma von heute auf morgen nicht mehr in den ganzen kommunalen politischen Vereinen oder Vorständen in Duisburg? Warum verschwand sie auf einmal über Nacht aus Duisburg?

    Das sind Fragen, die sie sich selber beantworten kann und sollte. Ich werde einen Scheiß tun um auf ein solchen “Zug” aufzuspringen um mich öffentlich als Gutmensch zu feiern und andere die die Arbeit machten nie erwähnen. Wer hat die ganze vom geschäftsführenden Vorstand geleistete Arbeit gemacht? Justo und ich. Wer hat sich nächtelang herumgeschlagen und sich darum gekümmert das der Verein nicht unter seinen tausenden AK’s untergeht? Justo und ich. Wer hat Flüchtlinge Nachts wenn alle schliefen vom Bahnhof in die EAEs gefahren? Ein paar Mitglieder und ich. Wer hat sich konzeptional um das Cafe gekümmert? Das sind Fragen die aufgeworfen werden sollten.

    Fatma hat eines mit dieser mich demontierenden Öffentlichkeit erreicht und zwar das es hier nicht um die Sache “Flüchtling” geht sondern sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Mir ist es fast egal was sie behauptet, denn ich weiß das ich im DKH Tage und Nächtelang gearbeitet habe – genauso wie hunderte andere Ehrenamtliche. Und nein: Ich werde nicht auf eine Hilfswelle aufspringen – ich werde nur das fortführen womit ich erfolgreich für unsere Gäste angefangen habe zu arbeiten. Den Rest werden – wer hätte dies gedacht – irgendwelche Gerichte klären. Es geht schon lange nicht mehr um die Sache.

    Nur die wirklichen Mitglieder die sich jede Woche treffen und Gedanken um irgendetwas machen, die verdienen Öffentlichkeit. An den Anschuldigen ist nichts dran und es wird sich dann wohl oder übel vor Gericht klären müssen, was richtig ist und was nicht. Ich beende diesen kleinen Post mit den Worten die mir von Fatma mit auf den Weg gegeben wurden: Play the game.

  3. Alexander Völkel

    Anmerkung des Autors:

    Wir haben lange überlegt, den Kommentar von „M.C. Eroglu“ freizuschalten, da er sehr viele Tatsachenbehauptungen aufstellt, die erst überprüft werden mussten bzw. müssen. Ein großer Teil hat sich allerdings falsch erwiesen und müssten daher darin gelöscht werden. Dann wäre allerdings der ganze Kommentar ein einziger Lückentext. Daher liefern wir ihn trotz besagter falscher Tatsachenbehauptungen in voller Länge. Die LeserInnen möchten das bitte berücksichtigen und sich selbst ein Bild davon machen.

    Interessant ist: Eroglu bestreitet die Vielzahl von Verfahren gegen seine Person nicht. Auch nicht die besonders gravierenden Kreditkartenbetrügereien. Diese Vorwürfe waren sauber recherchiert. Und nur weil er angeblich konvertiert ist, steht sein neuer Vorname „Cem“ trotzdem (noch) nicht im Melderegister. Cem oder „Cemtastic“ – so nennt er sich selbst auf vielen Seiten – taucht nur bei vielen Projekten von ihm auf: Von „Mental Coaching“ bis zu Pornoproduktionen. Und diese Sachen haben wir noch nicht mal in dem Bericht erwähnt…

    Auch war er mit seiner Vergangenheit nicht so offen, wie er es jetzt darstellt. Weder der Vorname Mark noch sein früherer Nachname waren Thema. Im Vorstand war seine Vorgeschichte unbekannt und nur ganz weniger Mitglieder haben es gewusst und dazu geschwiegen. Eine Person hat sich sogar aus der Arbeit zurückgezogen, weil sie mit ihm nichts mehr zu tun haben wollte. Das ist in der Facebook-Gruppe nachzulesen.

    Den einzigen Vorwurf, den die Nordstadtblogger sich machen lassen können ist, dass wir sehr lange mit der Veröffentlichung gewartet haben. Nämlich aus dem Grund, die Willkommenskultur und die Hilfsbereitschaft in Dortmund durch die Machenschaften eines Einzelnen nicht zu beschädigen. Daher hatte man sich auch vereinsintern auf einen Rücktritt „aus persönlichen Gründen“ verständigt.

    Allerdings taten sich binnen von zehn Tagen immer mehr bestätigte Vorwürfe auf, so dass der Verein nun doch die Offensive suchte und vor seinem Vize warnte. Denn Herr Eroglu betrieb sein Spiel immer weiter. Und sparte da auch nicht mit eigenen Anspielungen, was er von dem Engagement des Vorstandes hielt. Am Wochenende seines Rücktritts postete er bei Facebook: „Catch me if u can“ – „Fangt/verhaftet mich, wenn ihr könnt“ – ein bekannter Film(titel), der einen ganz großen Betrüger portraitiert. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

    Wir Nordstadtblogger hätten übrigens auch Anzeige erstatten können – unter anderem wegen Urheberrechtsverletzungen, die Eroglu begangen hat. Er hat ungefragt und unerlaubt unsere Fotos und Videos von unseren bzw. anderen Seiten gestohlen und für seine Projekte verwendet.

    Damals haben wir von einer Anzeige abgesehen. Im guten Glauben, dass er es für die gute Sache getan (für die Flüchtlingshilfe) und die rechtlichen Rahmenbedingungen nicht besser gewusst habe. Doch wenn einer sich mit Rechtsverletzungen auskennt (oder besser auskennen sollte), dann wohl er.

  4. Chris Topher

    Da stößt es einem echt bitter auf, Herr Witt / Eroglu.

    Es geht hier nicht um die alte Weisheit(?), dass man einem Menschen nicht glaubt, der einmal gelogen hat. Bei Ihnen jedoch muss man klar sagen, dass diese leider zutrifft. Und sie sind geübt darin zu lügen. Entschuldigen sie bitte, dass ich das Pronomen „sie“ nicht groß schreibe, denn Respekt gebührt ihnen sicherlich nicht.

    Ihre kläglichen Versuche, sich hier im Netz zu rehabilitieren, ihre Betrügereien zu relativieren und auf andere zu zeigen beweist doch nur eins: sie sind ein pathologischer Lügner, ein glasklarer Narzisst. Und alle Mitmenschen sind ihnen komplett gleichgültig.

    Müssen hier wir hier wirklich all die schmutzigen Details ausbreiten? Ich befürchte es fast. Ich bin nicht annähernd so profan gestrickt wie sie und werde somit nichts äußern, was nicht im Zweifel glasklar beweisbar wäre. Dennoch bin ich noch eine Spur vorsichtiger und äußere nur Denkanstöße. Möge sich selber einen Reim darauf machen.

    Denken sie doch einmal daran, Herr Witt/Eroglu, wie viele Verfahren aus dem Jahr 2014/2015 gegen sie anhängig sind … schon leicht auffällig, dass sie jetzt hier von „Vergangenheit“ sprechen, wo doch ein Großteil dieser Verfahren noch laufen und sie dafür noch die entsprechenden Strafen zu erwarten haben. Glauben sie nicht? Schauen sie einmal in ihren Bundeszentralregisterauszug.

    Denken sie doch einmal daran, Herr Witt/Eroglu, mit wem aus dem Train of Hope – Verein sie so angebandelt haben. Nicht nur, dass ihnen diese Personen sehr egal waren. Nein. Sie taten es auch vordergründig mit dem Ziel, an Identitäten zu kommen, um sich Kreditkarten zu besorgen. Glauben sie nicht? Fragen sie hier bitte einmal die ermittelnden Beamten und betroffenen Personen.

    Denken sie doch einmal daran, Herr Witt/Eroglu, dass sie mit falschem Namen zum Verein gestoßen sind. Wieso tun sie sowas denn, wenn all die „kleinen Ausrutscher“ doch in der Vergangenheit liegen? Wenn sie doch so geläutert sind und von ihren Eskapaden Abstand nehmen – weshalb diese Charade? Ihr Name „Cem“ ist mitnichten in irgendeiner Art und Weise offiziell. Ihr Aussehen und die Kommbination mit dem angenommenen Namen „Eroglu“ machen diesen Namen nur irgendwie sinnvoll. So kann man sich ja als voll-integrierter und humanistischer Mitbürger mit Migratonshintergrund ausgeben. Glauben sie nicht? Schauen sie mal beim Standesamt vorbei. Da weiß niemand was von ihrem „Cem“.

    Denken Sie doch mal daran, Herr Witt/Eroglu, dass es nicht die Zeitungen waren, die ihren angeblichen Vornamen „Cem“ in die Welt getragen haben. Die haben sich den nicht ausgedacht. Ihre Konvertierung hin oder her (ich bin mir übrigens sehr sicher, dass sie so viele Suren zitieren können, wie ich tadschikische Schimpfwörter). Sie sind mit dem Namen hausieren gegangen. Glauben Sie nicht? Schauen sie sich einmal ihre diversen Internetauftritte an. Als „Mental Coach“ firmieren sie unter http://www.cem-coaching.com unter dem Namen „Cem Eroglu“. Für Pornoproduktionen suchen sie unter dem Namen „Cem Eroglu“ „sehr sehr große Frauen“. Unter dem Namen Cem Eroglu betreiben sie die Webseite http://www.cemtastic.com. Auf Youtube tragen sie herzerweichend schlecht fremde Gedichte als „Cem Eroglu“ aka „cemtastic“ vor. Bei XING, wo sie seit 2008 registriert sind, laufen sie unter dem Namen „Mark Cem Witt“. Und sie erzählen hier in epischer Breite, dass es der bösen Presse zu verdanken sei, dass dieser Name „Cem“ überall rumgeistert? Woher hat die Presse das wohl …

    Denken sie doch mal daran, Herr Witt/Eroglu, dass sie quasi seit 2005 nicht nur knietief im Dispo stecken dürften sondern wahrscheinlich bis zum Haaransatz schufatot sind. Glauben sie nicht? Fragen sie mal Herrn Arnt F. aus Bochum, der seit 9 Jahren auf sein Geld für die Beschallung ihres gescheiterten „Starfucker Festivals“ wartet. Fragen sie mal die üblichen Auskunfteien von Schufa über Creditreform bis Infoscore. Fragen sie mal all die Leute, denen auf einmal Geld fehlte, auf deren Namen Kreditkarten geordert wurden.

    Denken sie doch mal daran, Herr Witt/Eroglu, dass sie von A bis Z unglaubwürdig sind und dass sie sich nur einreden, aus dieser Nummer rauszukommen. Kein Mensch glaubt ihnen den Mist, den sie erzählen. Selbst wenn es weitere schwarze Schafe geben sollte – so what. Hier geht es um sie. Sie zeigen auf andere um ihr Fehlverhalten zu relativieren. Das ist sehr billig. Schlimm ist lediglich, dass sie ihren Mist glauben. Sie halten sich wahrscheinlich wirklich für einen Gutmenschen, sind aber nur ein narzisstischer Dödel (ich freue mich auf ihre Anzeige wg. Beleidigung. Den Hunni Strafe zahle ich mit Freude). Glauben sie nicht? Dann schauen sie sich mal ihre Vita an und die schlecht vertuschten Spuren im Netz. Jaja. Das Internet vergisst nicht. Schade aber auch. Ihr kläglicher Versuch, sich im CallCenter-Business mit einigen Kollegen unter dem Namen „qudrei“ zu etablieren mit nichts in der Hand als leeren Versprechungen spricht doch Bände. Glauben sie immer noch nicht? Dann schauen sie mal in den Internetforen nach (kleiner Tipp: googlen sie mal nach „chefduzen“ und „mark witt“, gleich der erste Eintrag). Da wimmelt es von Meldungen geprellter, enttäuschter und verar***ter Menschen. Lesen sie doch mal die Zeitungsartikel in der Ruhrgebietspresse. Sie sind unglaubwürdig, auch wenn sie es nicht glauben.

    All das sind nur kleine Denkanstöße, Herr Witt/Eroglu.

    Machen sie sich mal folgendes klar:

    Nur, weil sie sich einreden, etwas zu sein, so sind sie doch gar nichts.
    Eine Lüge wird nicht wahr, nur weil sie sagen, es wäre die Wahrheit.
    Es wird in Vereinen immer profilierungsorientierte Menschen geben. So ist Gesellschaft. Aber deren Vorhandensein rechtfertigt in keiner Weise das, was sie taten, tun und tun werden.

    Ihre Mär von den 14-Stunden-Arbeitstagen können sie getrost vergessen. Sie haben maximal 14 Stunden am Tag aus purem Eigennutz und mit entsprechendem Weitblick im Sinne der persönlichen Bereicherung herumkoordiniert. Kann sein, dass sie aufgrund ihrer beachtlichen Tagesfreizeit mal dieses, mal jenes getan haben. Unersetzlich waren sie nie. Auch andere bei Train of Hope können einen Bulli fahren. Während ausgelaugte Leute im Lager geschuftet haben oder abends am Hauptbahnhof wirklich regelmäßig Leute von A nach B fuhren, hielten sie ihr Gesicht in die Linsen der Kameras der Presse. Wieso haben sie da denn nicht gesagt „Oh sorry, ich heiße gar nicht Cem“. Achja. Ging ja nicht. So heißen sie ja gar nicht offiziell.

    Sie können hier Anschuldigungen vorbringen, wie sie möchten. Sie können um sich treten und tun und lassen was sie wollen. Sie sind schlichtweg ein schlechter Mensch, der auf tausend Hochzeiten tanzt.

    Mal treibt sie die Liebe nach Würzburg, wie im Internet zu lesen, mal suchen sie sich schwache Personen heraus, um diese mit ihrer angeblichen Zuneigung zu beschwafeln, mal sind sie Herr Witt, mal Herr Eroglu. Mal der coole Hip Hop – Typ im Kapuzenpulli, mal der biedere Gutmensch in Karohemd und Übergangsjacke.

    Ich könnte ewig weiter schreiben – aber es wird sie nicht erreichen. Weil sie mental und emotional dazu nicht in der Lage sind. Sie werden immer nur an eine Sache glauben: an sich selbst. Und je mehr Lügen sie sich und anderen vorbeten, desto mehr glauben sie diesen. Sie sind nicht „Mr Catch me if you can“. Dafür sind sie gar nicht clever genug.

    Sie sind nur eine arme Leuchte, die nix mehr hat und nie mehr etwas haben wird. Ihre Gebäude aus Lügen sind längst eingestürzt. Nebenbei bemerkt: das tun sie immer. Alle sehen das. Nur sie nicht.

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