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Refugees Welcome: Großer Protest gegen Neonazis in Zeiten der Ankunft von Flüchtlingen in Dortmund

Protest gegen Nazihetze auf der Kampstraße und am Westentor

„Refugees Welcome“ skandieren die Gegendemonstranten am Westentor. fotos:Klaus Hartmann

Diese Stadt hat Nazis satt – und heißt Flüchtlinge willkommen! Am Montagabend sorgten gut tausend Menschen  dafür,  dass die Rechten ihre Parolen nicht an Frau und Mann bringen konnten.

Der Aufzug der Partei „Die Rechte“ schaffte es nicht zum angemeldeten Versammlungsort zu kommen

Protest gegen Nazihetze auf der Kampstraße und am Westentor

Viele sind gekommen zum Protest gegen die Hetze der Nazis gegen Flüchtlinge.

Ursprünglich wollten die Nazis an der Katharinnentreppe in Sichtweite des Hauptbahnhofs gegen Flüchtlinge und Zuwanderung agitieren.

Am Ausgang der U-Bahnhaltestelle zur Kampstraße war Schluss für den braunen Spuk. Weiter ging es nicht mehr! Die Gegendemonstranten hatten jeweils an beiden Seiten des Westentors dafür gesorgt, dass die Gruppe von knapp dreißig Nazis nicht weiterkommen konnte.

Durch dichte Polizeisperren wurde den Antifaschisten der Zugang zu den Rechten versperrt. Die Kreuzung Westentor wurde blockiert und war für den Autoverkehr teilweise nicht mehr passierbar, es kam zu langen Staus und Umleitungen des Straßenverkehrs.

Die friedliche Demonstration hatte teilweise Züge eines Happenings – Es wurde gesungen und getanzt

Protest gegen Nazihetze auf der Kampstraße und am Westentor

Friedlicher Protest gegen Nazihetze auf der Kampstraße.

Das Spektrum der Gegendemonstraten ist an diesem Abend groß. Offensichtlich haben die Ereignisse der letzten Tage und Wochen viele mobilisiert, die sich sonst nicht, oder nur selten an einem Protest gegen Dortmunds Neonazis beteiligen.

„Ich bin zum ersten mal auf einer Demo“ sagt eine junge Frau, „aber heute muss ich einfach dabei sein.“ Die friedliche Demonstration hatte teilweise Züge eines Happenings – es wurde gesungen, getanzt und getrommelt.

Das Stück „Schrei nach Liebe“ der Berliner Band „Die Ärzte“ war der Song des Abends. Und immer wieder skandierten die die Demonstranten, „Refugees Welcome.“

Doch gewaltfrei blieb es dennoch nicht: Laut Polizei gab es aus den Reihen der Gegendemonstrationen Flaschenwürfe und Auseinandersetzungen mit Einsatzkräften der Polizei.

 

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