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3. Tag des offenen Wohnprojektes in Dortmund: Wohninitiativen treffen auf Investoren und Architekten

Im Beginenhof in der Dortmunder Nordstadt Leben Frauen zusammen.

Im Beginenhof in der Dortmunder Nordstadt leben Frauen in einer eigens dafür gegründeten Wohngemeinschaft zusammen. – Foto: Alexander Völkel

Von Leopold Achilles

Bereits das dritte Jahr in Folge findet der Tag des offenen Wohnprojektes in Dortmund statt. Für Sonntag, 17. September, haben sich die Organisatoren für einen Dialog mit Investoren und Architekten entschieden. Ob generationsübergreifendes, Mehrgenerationen- oder gemeinschaftliches Wohnen – interessante Einblicke wird es an diesem Tag einige geben.

Architekten und Investoren sind dieses Mal Teil der Veranstaltung

Im Fokus stehen in diesem Jahr neben bereits realisierten Initiativen und Projekten besonders der Dialog mit Investoren und Architekten. Ludger Wilde hofft auf anhaltenden Interesse für die Veranstaltung. Rückblickend ist dieses für den Tag des offenen Wohnprojektes, gemessen an der Teilnehmerzahl, Jahr für Jahr gestiegen, sagt der Dezernent für Umwelt, Planen und Wohnen der Stadt Dortmund.

Es geht um Projekte die „Wohnen“ für sich anders definiert haben

Ludger Wilde, Dezernent für Umwelt, Planen und Wohnen und seine Kollegin Anja Laubrock, stellvertretende Leiterin des Amtes für Wohnen und Stadterneuerung, stellte den Tag im Dortmunder Rathaus vor.

Ludger Wilde, Dezernent für Umwelt, Planen und Wohnen und seine Kollegin Anja Laubrock, stellvertretende Leiterin des Amtes für Wohnen und Stadterneuerung, stellte den Tag im Dortmunder Rathaus vor.

Das Konzept für die kommende Ausgabe wird auf eins der entscheidenden Themen solcher Projekte gelegt: die Finanzierung und die Architektur.

Mit diesem Schwerpunkt sollen aus dem Tag noch mehr Initiativen und Projekte herausgehen und Menschen motiviert werden, sich in diesem Bereich zu engagieren und Wohnraum zu schaffen. Denn Ludger Wilde gibt zu, dass die Wohnungsnachfrage im Dortmunder Stadtgebiet aktuell nicht gedeckt werden könne.

„Die Neubaurate steigt, ist aber noch nicht komplett auf das Angebot erhöht, so dass wir aktuell nicht von einem ausreichenden Wohnungsangebot sprechen können“, so Wilde. Ein Grund mehr, solche Projekte der Bürgerschaft zu unterstützen.

 

Vielfalt: Mehrgenerationen – Gemeinschaftlich – Genossenschaftlich – Inklusiv

Am 17. September können zwischen 10 und 17 Uhr Interessierte viele spannende Einblicke bekommen: Neben Mehrgenerationenwohnen sind genossenschaftliche Projekte, Gemeinschaftswohnangebote und auch inklusives Wohnen von Menschen mit und ohne Behinderung sind dabei.

Insgesamt stellen sich 2017 zehn Projekte vor. In der Vergangenheit berichteten BewohnerInnen von ihren Ideen und der Realisierung ihrer Projekte, beantworteten Fragen zur Umsetzung und boten Führungen durch die Wohnanlagen an.

Dieses Jahr wird es darüber hinaus die Expertise von einem Architekten und mehreren Investoren geben. In Dortmund-Hörde zum Beispiel stellen sich gleich drei Projekte vor: „WIR auf Phönix“, „Gemeinsam statt einsam“ und „Hand-in-Hand nachHALTige Wohnkultur“.

Allein hier im Süden sind somit gleich zwei Arten vonWohnprojekten vertreten. Nämlich das gemeinschaftliche Wohnen und das Wohnen mit mehreren Generationen. Aber auch das genossenschaftliche sowie das inklusive Wohnen wird an dem Tag eine Rolle spielen. Und auch eins der ältesten Projekte dieser Art in Dortmund, das gemeinschaftliche Wohnen „WohnreWIR Tremonia“, ist mit dabei.

Folgende Projekte und Initiativen stellen sich vor:

Karte Stadt Dortmund

Karte: Stadt Dortmund

  • 10 bis 12 Uhr Mehrgenerationen-Wohnen „WIR auf Phoenix“
    Investor: gws-Wohnen Dortmund-Süd eG und Gemeinschaftliches Wohnen „Gemeinsam statt einsam“,
    Lange Hecke 49, Dortmund-Hörde
  • 11 bis 13 Uhr Mehrgenerationen-Wohnen „WIR am Phoenixsee“ Architekt: Post/Welters Architekten und Stadtplaner GmbH und Gemeinschaftliches Wohnen „Hand-in-Hand nachHALTige Wohnkultur“, An den Emscherauen 2 – 8a, Dortmund-Hörde
  • 12 bis 14 Uhr Genossenschaftliches Wohnen „FörderturmWohn eG, Middelmannstraße 1-15 und 10 / Röhrenstraße 14, Dortmund-Schüren
  • 13 bis 15 Uhr Inklusives Wohnen „Mosaik e.V.“, Rudolf-Steiner-Schule, Mergelteichstraße 51, Dortmund-Brünninghausen
  • 14 bis 16 Uhr Generationenübergreifendes Wohnen „WohnreWIR Tremonia“ und Genossenschaftliches Wohnen „Senioren-Genossenschaft“,Am Tremoniapark 15, Dortmund
  • 15 bis 17 Uhr Gemeinschaftliches Wohnen und Leben von Frauen „Beginenhof
    Dortmund“, Investor: Eheleute Sommereisen und Gemeinschaftliches Wohnen „Buntes Wohnen e.V.“,
    Gut-Heil-Straße 18, Dortmund-Nordstadt

Den genauen Ablauf des Tages und einen Überblick über alle Projekte und Initiativen gibt es hier:

Alternatives Wohnprojekt für Frauen stellt sich vor: „Unser Beginenhof ist wie eine Insel mitten in der Nordstadt“

„Anders wohnen – anders leben“: Sechs Dortmunder Wohninitiativen lassen fremde Gäste ins Haus

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