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100 Ehrenamtliche kümmern sich um das Wohlergehen der Flüchtlinge in der ehemaligen Hauptschule am Ostpark

Das Wilkommensschild an der Einrichtung wurde von den Kindern der benachbarten Franziskus-Grundschule gestaltet. Foto: Tanja Eikwinkel

Das Wilkommensschild wurde von Kindern der Franziskus-Grundschule gestaltet.

Katze oder Spiderman, rote Herzen auf den Wangen und verschnörkelte Blumen: Helferin Gisela (Name geändert) verziert Kindergesichter. Seit dem 4. Februar leben die Flüchtlinge jetzt in der Übergangseinrichtung am Ostpark, und schon fünf Tage später machen Ehrenamtliche mit ihnen einen Ausflug zum Kinderkarneval.

Ehrenamtliche haben für die Flüchtlinge einen Ausflug zum Kinderkarneval organisiert

Gute Stimmung: Bewohner bei der Party-Vorbereitung. Foto: Gudrun Kumpmann

Gute Stimmung: Bewohnerinnen bei der Karnevals-Party-Vorbereitung. Fotos: privat

Gut ein Dutzend der 50 Bewohnerinnen und Bewohner gingen mit. „Ein voller Erfolg“, sind sie sich nach der Tour in die Innenstadt alle einig. Nicht nur die Kinder, auch die Eltern strahlten. Mit einer kleinen Party in dem von den Ehrenamtlichen eingerichteten Spielzimmer ging der Spaß danach noch weiter, mit Knabbergebäck und Tanz mit Karnevalsmusik.

Insgesamt rund 100 Freiwillige haben sich gemeldet, um die Arbeit in der Flüchtlings-Einrichtung in der östlichen Innenstadt zu unterstützen. Nicht alle Helferinnen und Helfer haben gleich viel Zeit. Einige sind Rentner, aber die meisten sind berufstätig, haben Kinder oder studieren. Das Ehrenamt muss für sie nebenbei laufen.

Dabei hilft die Organisation über die geschlossene Facebook-Gruppe „Flüchtlingshilfe Ostpark“ und über E-Mails. Die Ehrenamtlichen haben sich in acht Helfergruppen aufgeteilt: Kinderbetreuung oder Freizeitgestaltung für Erwachsene, hauswirtschaftliche Hilfe, Organisation von Sachspenden, Dolmetscher-Dienste, Deutschkurse, Begleitung zu Ärzten und Ämtern oder Unterstützung beim Auszug.

Gute Zusammenarbeit mit den Vereinen und Institutionen aus dem Viertel

Das Spielzimmer wurde komplett aus Spenden und von Ehrenamtlichen eingerichtet Foto: Melanie Bröcker

Das Spielzimmer wurde komplett aus Spenden und von Ehrenamtlichen eingerichtet.

Sowohl Vereine aus dem Viertel als auch die Kirchengemeinden, Vertreter der Kommunalpolitik und die Grundschulen in der Nachbarschaft sind einbezogen in die Helfer-Gemeinschaft.

Wichtig ist den Freiwilligen bei ihrem Engagement die enge Abstimmung mit der Einrichtungsleitung. Bisher klappt die Zusammenarbeit gut. Auch die Anwohner nehmen die neuen Nachbarn überwiegend positiv auf, kritische Stimmen gibt es kaum.

Nach dem gelungenen Ausflug zum Kinderkarneval gibt es schon die nächsten Pläne zur Freizeitgestaltung. Eine Stadtführung vielleicht, Kreativ-Angebote, Handarbeiten, ein Chor.

Ein Helfer sucht nach einem Box-Sportverein für einen jungen Familienvater, der gern seinem Lieblingshobby nachgehen würde. Und auch eine Party soll es wieder geben – spätestens als Frühlingsfest.

Mehr zur Einrichtung:

  • Träger der Einrichtung in der früheren Hauptschule am Ostpark ist die Caritas. Insgesamt neun Familien leben bisher dort.
  • Etwa die Hälfte kommt aus Syrien, die anderen aus verschiedenen Balkan-Ländern wie Kosovo, Mazedonien und Albanien.
  • 70 weitere Bewohner werden noch erwartet. Die Menschen wohnen immer zu zehnt in einem ehemaligen Klassenraum. Geduscht wird in Containern im Hof, gegessen im Souterrain in dem früheren Schüler-Café.
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3 Gedanken über “100 Ehrenamtliche kümmern sich um das Wohlergehen der Flüchtlinge in der ehemaligen Hauptschule am Ostpark

  1. DJK Saxonia Beitrags Autor

    Sportfest für Flüchtlinge am Ostpark

    Der Sportverein DJK Saxonia richtet am Sonntag, 20. September, von 13-17 Uhr, rund um die Walderseehalle (Walderseestraße/Ecke Davidisstraße) ein Sportfest für die Bewohnerinnen und Bewohner der Übergangseinrichtung am Ostpark aus. Hier leben 120 Flüchtlinge, die von der Caritas Dortmund zusammen mit vielen freiwilligen Helfern unterstützt und betreut werden.

    Die Bewohner – darunter viele Familien mit Kindern- können ganz unterschiedliche Sportarten ausprobieren – von Gymnastik für Frauen über Badminton bis Handball. Außerdem lädt der Verein die Flüchtlinge zu Kuchen und Grillwürstchen ein. Ein Fußball-Spaßturnier rundet das Fest ab.

    Ziel ist es, Kontakte zwischen den Flüchtlingen und dem Verein herzustellen, so dass möglichst viele anschließend an den Trainingseinheiten der unterschiedlichen Sportarten teilnehmen können. Denn neben dem Erwerb der deutschen Sprache sind soziale Kontakte die wichtigsten Voraussetzungen für eine gelingende Integration.

  2. Caritas Beitrags Autor

    Zupacken bei der Flüchtlingshilfe Ostpark

    Geübte Heimwerker werden derzeit bei der Flüchtlingshilfe Ostpark benötigt. Eine Gruppe von Ehrenamtlichen begleitet die Menschen beim Umzug von der Übergangseinrichtung der Caritas in der früheren Hauptschule am Ostpark in eigene Wohnungen.

    Hier werden noch helfende Hände gesucht, die den Möbel- und Küchenaufbau unterstützen können. Die Flüchtlinge helfen gern mit, verfügen jedoch weder über Kenntnisse im Zusammenbau noch über Werkzeug, um die Arbeiten allein bewältigen zu können.

    Die Kleiderkammer am Ostpark stellt sich gerade neu auf. Das Team braucht noch Unterstützung beim Sortieren und der Ausgabe gespendeter Kleidung sowie bei der Organisation der Arbeit.

    Interessierte melden sich bitte beim Ehrenamts-Koordinator der Caritas: andreas.schulz@caritas-dortmund.de, Tel. (0231) 18 71 51 28.

  3. Caritas Beitrags Autor

    Weitere Fahrräder die Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt gesucht!

    Über 155 gebrauchte Fahrräder hat die Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt „Am Ostpark“ seit Oktober 2015 gemeinsam mit geflüchteten Menschen repariert und diesen als Eigentum überlassen. Jetzt brauchen die ehrenamtlichen Helfer dringend Nachschub.

    Fahrräder sind für die Flüchtlinge wichtig, weil sie damit unkompliziert zu Sprachkursen, Praktika und Integrationskursen kommen und die Stadt kennenlernen. Die Nachfrage nach Rädern ist groß, doch das Lager der Werkstatt wird bald leer sein.
    Daher bittet die Werkstatt um Fahrrad-Spenden. Gesucht werden vor allem kleinere Damen- und Herrenräder (Rahmengröße unter 54 cm) und Jugendräder. Der Zustand der Räder ist fast egal, es sollten aber keine gebrochenen oder verbogenen Rahmen dabei sein.

    Die Räder können jederzeit bei den Mitarbeitern der Security der Einrichtung Am Ostpark abgegeben werden.
    Der Eingang der Einrichtung ist gegenüber der Roonstraße 31. Vorab ein ganz herzliches Dankeschön!!!

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